{"title":"Harnen: Infobox I","body":"<STRONG>Harnen<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><I>Harnmarkieren<\/I> und <I>Harnspritzen<\/I> sind immer im sozialen und sexuellen Kontext zu betrachten, z.B. zum Reviermarkieren (Hundeartige; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/41221'>Markierverhalten<\/A>), Geschlechtsreife anzeigen (Katzenartige), beim <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/7012'>Balzverhalten<\/A> (Kaninchen), als Gruppenkennzeichen (Duftmarkieren bei Kaninchen, Hasen, Meerschweinchen, Wildschweinen u.a.; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/19632'>Duftmarke<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/29668'>Gruppenduft<\/A>) oder als Abwehrverhalten (Kaninchen). Dabei besitzt der Harn meist eine andere physiologische Zusammensetzung als bei der Miktion; vor allem spielen hier <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/51031'>Pheromone<\/A> eine wichtige Rolle.<BR><\/BR>Viele M&#228;nnchen der S&#228;ugetiere zeigen <I>Harnpr&#252;fen<\/I>, um die Paarungsbereitschaft der Weibchen zu kontrollieren. Sie wittern dazu am Harn w&#228;hrend oder nach der Miktion des Weibchens oder lassen sich den Harn &#252;ber die Nase laufen. <I>Harntrinken<\/I> erf&#252;llt einerseits soziale Funktionen und dient andererseits auch als physiologische Reserve. Bei W&#246;lfen und Hunden geben Welpen, w&#228;hrend sie auf dem R&#252;cken liegen, als Zeichen der Unterordnung Harn ab, den alle geschlechtsreifen Tiere auflecken d&#252;rfen. Den Harn des rangh&#246;chsten Wolfweibchens darf dagegen nur der Leitwolf aufnehmen. Viele S&#228;uger trinken den eigenen (heute auch &#8211; selten &#8211; beim Menschen im Rahmen von &#8222;Naturheilverfahren&#8220; praktiziert) oder z.B. den Harn ihrer Jungen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46049'>Nesthocker<\/A>), um die darin gel&#246;sten Salze, Enzyme u.a. und das Wasser wieder zu verwerten."}