{"title":"innerartliche Tuschung: Infobox I","body":"<STRONG>innerartliche T&#228;uschung<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Von H&#246;heren Affen sind Versuche bekannt, sich ganz oder teilweise zu verstecken, um entsprechend au&#223;erhalb des Blickfelds der Gruppenmitglieder zu agieren. Ebenso beobachtete man das Einsetzen von Verhaltensweisen au&#223;erhalb des urspr&#252;nglichen Zusammenhangs zur T&#228;uschung und Manipulation von Artgenossen, z.B. Signalisieren eines in Wirklichkeit nicht vorhandenen Raubfeinds, um den Angriff eines Gruppenmitglieds abzubrechen oder an ein begehrtes Futter zu gelangen. Der Versuch, die eigenen Emotionen zu verbergen &#8211; z.B. versuchte ein Schimpansenm&#228;nnchen, das Gesicht so lange vom Gegner abgekehrt, mehrfach das Furchtgrinsen (offener Mund, freigelegte Z&#228;hne) durch Zusammendr&#252;cken der Lippen mit den H&#228;nden zu beenden, &#8211; zeugt von der F&#228;higkeit zu <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34414'>Introspektion<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/50458'>Perspektiven&#252;bernahme<\/A>. Die verr&#228;terische <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/43120'>Mimik<\/A> sollte hier als Signal des eigenen emotionalen Zustands vor den Gruppenmitgliedern verschleiert werden. Die F&#228;higkeit, die Reaktionen anderer Gruppenmitglieder vorauszusehen und in die eigenen Verhaltensweisen einzubeziehen, setzt hohe kognitive Leistungen voraus."}