{"title":"Ionentransport: Infobox I","body":"<STRONG>Ionentransport<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>1) Bei <I>Tieren<\/I> und <I>Mensch<\/I> sind <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/42042'>Membranen<\/A> im allgemeinen f&#252;r Ionen kaum durchl&#228;ssig. Die dennoch einsickernden Ionen m&#252;ssen zur Aufrechterhaltung des <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/48401'>osmotischen Drucks<\/A> der Zelle mittels aktiver Transportmechanismen nach au&#223;en transportiert werden (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/42066'>Membrantransport<\/A>). Ionentransport durch einfache <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/18154'>Diffusion<\/A> findet man jedoch an Epithelmembranen, deren <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/59603'>Schlu&#223;leisten<\/A> durchl&#228;ssig sind, wie z.B. beim proximalen Tubulus der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46429'>Niere<\/A> und dem <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/19710'>D&#252;nndarm<\/A>. Im allgemeinen werden Ionen aber mit Hilfe besonderer Transportmechanismen passiv (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/12354'>Carrier<\/A>) oder aktiv (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34505'>Ionenpumpen<\/A>) gegen den <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/20745'>elektrochemischen Gradienten<\/A> transportiert. Besondere Bedeutung hat der aktive Transport von Ionen f&#252;r die Bildung des <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/42059'>Membranpotentials<\/A> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/57848'>Ruhepotential<\/A>) und des <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/1766'>Aktionspotentials<\/A>, die u.a. die Grundlage f&#252;r die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/44457'>Muskelkontraktion<\/A> und die Funktion des <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46005'>Nervensystems<\/A> und der Sehzellen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/51362'>Photorezeption<\/A>) bilden.<BR><\/BR>2) Bei <I>Pflanzen<\/I> erreichen Ionen mit dem Wasserstrom &#252;ber die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67121'>Tracheen<\/A> oder <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67129'>Tracheiden<\/A> die einzelnen Zellen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/25404'>Fl&#252;ssigkeitsstr&#246;me in Pflanzen<\/A>) und gelangen durch freie <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/18154'>Diffusion<\/A> in die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/71629'>Zellwand<\/A>. Der &#220;bergang in das Plasma ist aber bis auf einen geringen Anteil ebenfalls auf spezielle Transportmechanismen angewiesen, da gegen das Konzentrationsgef&#228;lle gearbeitet werden mu&#223;. In den Zellen k&#246;nnen die Ionen &#252;ber die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/52194'>Plasmodesmen<\/A> von Zelle zu Zelle weitergeleitet oder ebenfalls durch aktiven Transport in der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/68931'>Vakuole<\/A> zum Teil in sehr hohen Konzentrationen angereichert werden. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/5551'>Assimilattransport<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34504'>Ionenkan&#228;le<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67312'>Transport<\/A>."}