{"title":"endoplasmatisches Reticulum: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>endoplasmatisches Reticulum<\/STRONG>\n<P>Das ER kann in zwei funktionell unterschiedliche Bereiche unterteilt werden, in das <I>rauhe<\/I> oder <I>granul&#228;re endoplasmatische Reticulum<\/I> und das <I>glatte<\/I> oder <I>agranul&#228;re endoplasmatische Reticulum<\/I>. Das rauhe endoplasmatische Reticulum besteht aus abgeflachten Hohlr&#228;umen <I>(Zisternen);<\/I> seine Membranen sind an der cytoplasmatischen Seite mit Ribosomen besetzt. Die membrangebundenen Ribosomen bilden <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/7563'>Membranproteine<\/A> und Proteine, die von der Zelle nach au&#223;en abgegeben werden. Infolgedessen ist das rauhe endoplasmatische Reticulum auch besonders stark entwickelt in Zellen, die auf die Exportproteinsynthese spezialisiert sind (z.B. exokrine Zellen), oder auf Membransynthese (z.B. die St&#228;bchen der <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/8442'>Netzhaut<\/A>) spezialisierten Zellen. Das glatte endoplasmatische Reticulum dagegen ist frei von Ribosomen, seine Hohlr&#228;ume haben die Form von Tubuli. In Zellen, die auf Lipidmetabolismus oder die Synthese von <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/12286'>Steroidhormonen<\/A> spezialisiert sind, ist es st&#228;rker als in anderen entwickelt. Eine der Hauptfunktionen besteht in der <I>Lipidsynthese<\/I>. Au&#223;erdem werden im glatten endoplasmatischen Reticulum <I>Entgiftungsreaktionen<\/I> durchgef&#252;hrt, um Drogen unsch&#228;dlich zu machen (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/1544'>Biotransformation<\/A>). In den <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/11776'>Sexualhormone<\/A> produzierenden Zellen ist das glatte endoplasmatische Reticulum reich entwickelt, da hier die Synthese der Steroide als Hauptbestandteile der Hormone stattfindet. <\/P>"}