{"title":"Knockout-Muse: Infobox I","body":"<STRONG>Knockout-M&#228;use<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Mit Hilfe von Knockout-M&#228;usen wurden z.B. Gene f&#252;r <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34299'>Interleukine<\/A><\/I> ausgeschaltet. Damit konnte der Einflu&#223; der einzelnen Interleukine untereinander, auf die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32844'>humorale Immunit&#228;t<\/A> und die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/71628'>zellvermittelte Immunit&#228;t<\/A> untersucht werden. Allgemein stellte sich heraus, da&#223; Defekte in einzelnen Interleukin-Genen zwar erhebliche Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Cytokin-Pools hatten, vor allem bei jungen M&#228;usen jedoch zu relativ wenigen Defekten im <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33853'>Immunsystem<\/A> f&#252;hrten. Des weiteren konnte durch Knockout-M&#228;use mit einem defekten Gen f&#252;r <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8197'>&#946;<SUB>2<\/SUB>-Mikroglobulin<\/A> gezeigt werden, da&#223; MHC-Klasse-I-Molek&#252;le (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32060'>Histokompatibilit&#228;ts-Antigene<\/A>) die Produktion von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/66831'>T-Lymphocyten<\/A> mit dem CD8-Marker (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/12601'>CD-Marker<\/A>) wesentlich beinflussen. Obwohl CD8+-T-Lymphocyten f&#252;r die Immunreaktion gegen Viren von Bedeutung sind, waren die Knockout-M&#228;use f&#252;r <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/69685'>Virusinfektionen<\/A> nicht anf&#228;lliger als normale M&#228;use. Aus diesen und einer Vielzahl weiterer Untersuchungen mit Knockout-M&#228;usen konnte man schlie&#223;en, da&#223; das Immunsystem eine starke Redundanz aufweist und da&#223; es bei der Abwehr eines Pathogens nicht nur auf eine Abwehrlinie vertraut."}