{"title":"Koazervate: Infobox I","body":"<STRONG>Koazervate<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Die Koazervatbildung ist ein bekanntes Ph&#228;nomen, das oft in w&#228;&#223;rigen L&#246;sungen stark hydratisierter Polymeren zu beobachten ist. Es handelt sich dabei um eine spontane Trennung einer einphasigen L&#246;sung eines solchen Polymeren in 2 w&#228;&#223;rige Phasen &#8211; eine mit relativ hoher und eine mit relativ geringer Konzentration des Polymeren. Die Bildung dieser Gebilde im <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/68826'>Urozean<\/A> wird nach A.I. Oparin als Modell f&#252;r den Beginn der Entstehung erster zellul&#228;rer Formen betrachtet (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/71559'>Zelle<\/A>). Die Koazervate werden daher auch als <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54239'>Protobionten<\/A> bezeichnet. Oparin und Mitarbeiter konnten in einer Reihe von Modellexperimenten zeigen, da&#223; unter bestimmten Bedingungen konzentrierte L&#246;sungen von Polysacchariden, Polypeptiden oder RNA Koazervattr&#246;pfchen mit einer Polymerenkonzentration von 5&#8211;55% bilden k&#246;nnen. Sind <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/21649'>Enzyme<\/A> in einem derartigen Tr&#246;pfchen enthalten und entsprechende Substrate in der umgebenden L&#246;sung, so findet ein einfacher &#8222;Stoffwechsel&#8220; statt. Die Koazervattr&#246;pfchen von Oparin sind jedoch Modelle. Sie entstehen nicht unter simulierten Urerde-Bedingungen und f&#252;hren nicht zu Selbstreplikation oder <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/23154'>Evolution<\/A>."}