{"title":"Konjugation: Abbildung II","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f4f3892.jpg' WIDTH='325' HEIGHT='249'><br>\n<STRONG>Konjugation<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><STRONG>Abb. 2:<\/STRONG><BR><\/BR><I>Konjugation bei Bakterien<\/I>.<BR><\/BR>Bei einer Konjugation wird genetisches Material &#252;ber eine Cytoplasmabr&#252;cke aus einer &#8222;m&#228;nnlichen&#8220; Donorzelle in eine &#8222;weibliche&#8220; Rezeptorzelle &#252;bertragen. Dabei kann es sich um Fertilit&#228;tsfaktoren, aber auch um Bestandteile des eigentlichen ringf&#246;rmigen Genoms handeln. Wird ein Fertilit&#228;tsfaktor in das ringf&#246;rmige Bakterienchromosom eingebaut, dann werden die betreffenden Bakterien zu Hfr-Zellen. Bei einer Konjugation kann im Fertilit&#228;tsfaktor ein Bruch erfolgen, so da&#223; der Genomring sich &#246;ffnet. Ein Teilst&#252;ck des gespaltenen F-Faktors kann dann in den Konjugationspartner, ein F<SUP>&#8211;<\/SUP>-Bakterium, &#252;bertreten und dabei einen Teil des an ihm h&#228;ngenden Bakteriengenoms hin&#252;berziehen. Die Hfr-Donorzelle w&#228;re also das &#8222;M&#228;nnchen&#8220;, die F<SUP>&#8211;<\/SUP>-Rezeptorzelle das &#8222;Weibchen&#8220;. Meist ist der Genomtransfer nicht vollst&#228;ndig: der zweite Teil des gespaltenen F-Faktors bleibt mit einem mehr oder weniger langen Genomst&#252;ck im Hfr-Exkonjuganten zur&#252;ck. Bricht die Br&#252;cke zwischen den Partnern fr&#252;h ab, so wird nur ein kleines St&#252;ck Genom (a<SUP>+<\/SUP>) &#252;bertragen, bricht sie sp&#228;t ab, so wird ein gr&#246;&#223;eres St&#252;ck hin&#252;bergeschoben. Im F<SUP>&#8211;<\/SUP>-Exkonjuganten paart das &#252;bertragene Genomst&#252;ck (a<SUP>+<\/SUP>) mit dem homologen Abschnitt (a<SUP>&#8211;<\/SUP>) des Rezeptorgenoms (Merozygote). Durch Rekombination kann es dann in das Rezeptorgenom &#252;bernommen werden."}