{"title":"Kooperativitt: Infobox I","body":"<STRONG>Kooperativit&#228;t<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>H&#228;ufig erfolgt die Bindung von Substraten an multimer aufgebaute <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/21649'>Enzyme<\/A> kooperativ, was sich durch den sigmoiden Verlauf der betreffenden Substratbindungskurve &#228;u&#223;ert (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/2314'>Allosterie<\/A>). Auch die Bindung von O<SUB>2<\/SUB> an das tetramer aufgebaute <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/30516'>H&#228;moglobin<\/A> (Farbtafel) &#8211; jedoch nicht an das monomer aufgebaute <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/44714'>Myoglobin<\/A> &#8211; ist kooperativ, so da&#223; das erste gebundene O<SUB>2<\/SUB>-Molek&#252;l die Bindung des zweiten O<SUB>2<\/SUB>-Molek&#252;ls erleichtert usw. Ein kooperativer Effekt derselben Art wird auch bei der Bindung von Ca<SUP>2+<\/SUP> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11611'>Calcium<\/A>) an <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11751'>Calmodulin<\/A> beobachtet. Charakteristisch f&#252;r Strukturen, die durch eine Vielzahl kooperativer Bindungen stabilisiert sind, ist die Destabilisierung bei Temperaturerh&#246;hung (bzw. die R&#252;ckbildung bei Temperaturerniedrigung) innerhalb eines engen Temperaturintervalls, wodurch z.B. der sog. Schmelzpunkt von DNA (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/59632'>schmelzen<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/66837'>Tm-Wert<\/A>) oder von helikalen Proteinen, wie <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36671'>Kollagen<\/A>, definiert ist."}