{"title":"Kupfer: Infobox I","body":"<STRONG>Kupfer<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Das in der Nahrung (vor allem in Leber, Getreide, Trauben, N&#252;ssen, Fisch, Meeresfr&#252;chten und Kakao) enthaltene Kupfer wird im <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/19710'>D&#252;nndarm<\/A> resorbiert (die Aufnahme von Kupfer in die Mucosazellen wird durch Aminos&#228;uren beg&#252;nstigt und erfolgt energieabh&#228;ngig &#252;ber <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/51899'>Pinocytose<\/A>) und an <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/1916'>Albumin<\/A> gebunden zur Leber transportiert. Ein Teil des Kupfers wird in der Leber an Apocoeruloplasmin gebunden und gelangt dann &#252;ber die Blutbahn in die Gewebe. 90% des Serum-Kupfers liegen an <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/14799'>Coeruloplasmin<\/A> gebunden vor. Die Ausscheidung von Kupfer erfolgt haupts&#228;chlich &#252;ber die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/26380'>Galle<\/A>: nur 0,3&#8211;3% der Kupferausscheidung erfolgen &#252;ber die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46429'>Nieren<\/A> (bei Nephrosen ist die renale Kupferausscheidung stark erh&#246;ht). Das im menschlichen K&#246;rper vorhandene Kupfer findet sich zu 50% in <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36437'>Knochen<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/44477'>Muskulatur<\/A> und zu 10% in der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/38558'>Leber<\/A>. Die Kupferkonzentration im Serum liegt zwischen 70 und 160 &#956;g\/dl (\n<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/fff2153.jpg' WIDTH='14' HEIGHT='18'><br>\n\n11,0&#8211;25,2 &#956;mol\/l). Erh&#246;hte Werte finden sich nach Einnahme oraler Kontrazeptiva, bei Leberparenchymsch&#228;den, metastasierenden Karzinomen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/37305'>Krebs<\/A>), schweren <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34016'>Infektionskrankheiten<\/A>, akuter <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/39121'>Leuk&#228;mie<\/A> sowie w&#228;hrend der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/60082'>Schwangerschaft<\/A>. Erniedrigte Kupferwerte sind beim nephrotischen Syndrom, Malabsorptionssyndrom (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/40805'>Malabsorption<\/A>), Mangelern&#228;hrung (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/41010'>Mangelkrankheiten<\/A>) und dem Morbus Wilson anzutreffen.<BR><\/BR><I>Kupfermangel<\/I> f&#252;hrt bei Tieren zu Lecksuchterscheinungen. Bei Pflanzen, bei denen Kupfer f&#252;r die Chlorophyllsynthese ben&#246;tigt wird (durchschnittlicher Gehalt: 2 bis 20 mg\/kg Trockenmasse) &#228;u&#223;ert er sich an Getreide durch schmale, gedrehte Bl&#228;tter mit wei&#223;en Spitzen, gestauchtem,  buschigem Wuchs und tauben &#196;hren bzw. Rispen. Besonders empfindlich sind Hafer, gerste, Wei&#223;en und Obstgeh&#246;lze; relativ unempfindlich sind Kartoffeln."}