{"title":"Landpflanzen: Infobox I","body":"<STRONG>Landpflanzen<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>&#214;kologisch sind die Landpflanzen von ausschlaggebender Bedeutung: Sie pr&#228;gen das <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36345'>Klima<\/A> entscheidend und haben &#252;berhaupt erst ein Landleben der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/66664'>Tiere<\/A> erm&#246;glicht. Die Zusammensetzung der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/69091'>Vegetation<\/A> war dabei im Laufe der Erdgeschichte sehr unterschiedlich, wobei die Moose, abgesehen von der ersten Phase der Landbesiedlung im Ordovizium, stets eine untergeordnete Rolle gespielt haben: Die Protracheophyten, die <I>Rhyniales<\/I> und einige urspr&#252;ngliche Entwicklungslinien der B&#228;rlappgew&#228;chse (<I>Zosterophyllales<\/I>, <I>Drepanophycales<\/I> [<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/19417'>Drepanophycus<\/A>], <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54287'>Protolepidodendrales<\/A><\/I>) herrschen vom Silur bis zum Mittel-<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/17701'>Devon<\/A> vor<I>,<\/I> die Farnpflanzen (d.h. B&#228;rlappe, Schachtelhalme und echte Farne) &#252;berwiegen vom Oberdevon bis etwa Unter-<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/50397'>Perm<\/A>, die Nacktsamer vom Oberperm bis etwa Unter-<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/37321'>Kreide<\/A>, und ab der oberen Unterkreide schlie&#223;lich dominieren die Bedecktsamer, die heute mit rund 250.000 Arten vertreten sind (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8597'>Biodiversit&#228;t<\/A>).<BR><\/BR>Neben diesen Landpflanzen i.e.S. besiedeln auch verschiedene Niedere Pflanzen (bestimmte <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/2029'>Algen<\/A>), vor allem aber <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/51826'>Pilze<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/24819'>Flechten<\/A> den Lebensraum Land. Sie haben allerdings die kleinw&#252;chsige thall&#246;se Wuchsform nie verlassen und erreichen keine mit den Landpflanzen i.e.S. vergleichbare komplexe <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/3792'>Anpassung<\/A> an das Landleben. Vor allem im generativen Bereich finden sich aber durchaus parallele Tendenzen zur Erreichung einer vom Wasser unabh&#228;ngigen Reproduktion (z.B. &#220;bergang Isogamie&#8211;Anisogamie&#8211;Oogamie&#8211;Siphonogamie). Vegetationsbestimmend werden unter den landlebenden Thallophyten nur die Flechten in extrem kalten Gebieten."}