{"title":"Landwirtschaft: Infobox I","body":"<STRONG>Landwirtschaft<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Man unterscheidet verschiedene <I>Betriebsstrukturen:<\/I> den Vollerwerb, den Zuerwerb (das nicht ausreichende Einkommen erfordert eine Nebent&#228;tigkeit im nichtlandwirtschaftlichen Bereich) und den Nebenerwerb (Lebensgrundlage ist ein nichtlandwirtschaftlicher Hauptberuf). <I>Betriebsmittel<\/I> sind die Arbeit und das Kapital, das unter der Bezeichnung landwirtschaftliches Inventar Maschinen, Fahrzeuge, Ger&#228;te, Vieh, Vorr&#228;te und Bargeld umfa&#223;t. Betriebe mit <I>intensiver<\/I> Wirtschaftsweise erzielen durch hohen Kapital- und Arbeitseinsatz hohe Fl&#228;chenertr&#228;ge; Voraussetzung sind <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/9810'>Bodenfruchtbarkeit<\/A> und geeignetes <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36345'>Klima<\/A>. Zur Absatzsicherung ist ein gen&#252;gend gro&#223;er Markt erforderlich, wie er in dicht besiedelten, hochentwickelten Gebieten besteht. Dagegen findet man in d&#252;nn besiedelten Gebieten h&#228;ufiger Betriebe mit <I>extensiver<\/I> Wirtschaftsweise; die Einsparung von Kapital und Arbeit macht den geringeren Fl&#228;chenertrag wett.<BR><\/BR>Im Jahre 1997 wurden 54,1% (173.270 km<SUP>2<\/SUP>) der Fl&#228;che Deutschlands landwirtschaftlich genutzt. 1998 ern&#228;hrte 1 Landwirt in Deutschland 124 Verbraucher (rund 7mal soviel wie 1960). Dabei waren (ohne vor- und nachgelagerte Wirtschaftsbereiche) 921.000 Menschen in der Landwirtschaft besch&#228;ftigt. W&#228;hrend die Zahl der Betriebe in den letzten Jahren stetig abnimmt, wird die durchschnittliche Fl&#228;chenausstattung pro Betrieb gr&#246;&#223;er (1999: 40 ha). Innerhalb der Europ&#228;ischen Union geh&#246;rt Deutschland zu den 3 L&#228;ndern mit der gr&#246;&#223;ten Agrarproduktion."}