{"title":"Lebensformtypus: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f4f4093.jpg' WIDTH='165' HEIGHT='315'><br>\n<STRONG>Lebensformtypus<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Folgende Beispiele f&#252;r Lebensformtypen basieren auf gleicher Bewegungs- oder Ern&#228;hrungsweise:<BR><\/BR>1)<I> Schaufelgraber<\/I> (Maulwurfstyp; siehe Abb.); sie sind gekennzeichnet durch einen walzenf&#246;rmigen K&#246;rper mit kurzen, seitw&#228;rts ragenden <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/23413'>Extremit&#228;ten<\/A>, zur Grabschaufel (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/29091'>Graben<\/A>) ausgebildeten Vorderextremit&#228;ten, guten Geruchssinn. Das Sehverm&#246;gen ist im Zusammenhang mit der unterirdischen Lebensweise reduziert. Zu den Schaufelgrabern geh&#246;ren Maulwurf <STRONG>(b)<\/STRONG> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/28873'>Goldmull<\/A> <STRONG>(c),<\/STRONG> aus 2 verschiedenen Familien der Insektenfresser, der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8273'>Beutelmull<\/A> <STRONG>(d),<\/STRONG> ein Vertreter der Marderbeutler, die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/9427'>Blindmaus<\/A> <STRONG>(a),<\/STRONG> ein Nagetier.<BR><\/BR>2)<I> Schnellschwimmende Beutej&#228;ger;<\/I> diese Tiere weisen generell eine str&#246;mungsg&#252;nstige, etwa laminar-spindelf&#246;rmige <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/27810'>Gestalt<\/A> auf, der Kopf l&#228;uft vorn spitz zu, ein abgesetzter Hals fehlt, als Antrieb dient eine halbmondf&#246;rmige Schwanzflosse. Dazu geh&#246;ren <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/30224'>Haie<\/A> (Knorpelfische), <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/60277'>Schwertfische<\/A> (Knochenfische), <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/17191'>Delphine<\/A> (S&#228;uger), die ausgestorbenen <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33624'>Ichthyosaurier<\/A> (Reptilien) und i.w.S. auch die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/51883'>Pinguine<\/A> (V&#246;gel). Konvergenz.<BR><\/BR>3)<I> Aasfressende V&#246;gel;<\/I> charakteristisch sind: Haken-<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/59703'>Schnabel<\/A>, nackter Hals, Krallen, gro&#223;e Schwingen f&#252;r lange Gleitfl&#252;ge in der Thermik. Zu diesem Lebensformtypus z&#228;hlen die afrikanischen <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/26979'>Geier<\/A> und die s&#252;damerikanischen &#8222;Geier&#8220; mit dem bekannten <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36796'>Kondor<\/A>. Letztere geh&#246;ren, wie man erst seit einigen Jahren wei&#223;, nicht zu den Geiern, sondern zu den <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/64065'>St&#246;rchen<\/A>, haben also einen den Geiern entsprechenden Merkmalskomplex unabh&#228;ngig von diesen erworben, als sie in <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/64636'>S&#252;damerika<\/A> stellen&#228;quivalente (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/63574'>Stellen&#228;quivalenz<\/A>) <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/47465'>&#246;kologische Nischen<\/A> zu den afrikanischen Geiern bildeten."}