{"title":"Fehlbildungen des Nervensystems: Zusatzinfo IV","body":"<STRONG>Fehlbildungen des Nervensystems<\/STRONG>\n<P><STRONG>4<\/STRONG> <I>Chiari-Fehlbildungen:<\/I><BR><\/BR>Beim <I>Chiari Typ I<\/I> kommt es zu einer symmetrischen oder asymmetrischen Verlagerung der <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/6528'>Kleinhirntonsillen<\/A> in das <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/4279'>Foramen magnum<\/A> (Hinterhauptsloch) als Wachstumsanomalie. Diese Fehlbildung bleibt h&#228;ufig ohne Symptome, kann aber auch zu Hirnnervenst&#246;rungen und Liquoraufstau f&#252;hren. Der <I>Typ II<\/I> <I>(Arnold-Chiari-Syndrom)<\/I> zeigt eine Verlagerung von Teilen des Kleinhirnunterwurmes (Vermis inferior) in den cervicalen Spinalkanal in unterschiedlicher Auspr&#228;gung. Die &#214;ffnungen des 4. Ventrikels liegen unterhalb des Foramen magnum, die Br&#252;cke ist langgezogen, und am &#220;bergang des <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/13650'>verl&#228;ngerten Marks<\/A> zum Halsmark findet sich eine Abknickung; das Kleinhirn ist hypoplastisch. In 90% treten Verschlu&#223;st&#246;rungen von Wirbels&#228;ule und R&#252;ckenmark assoziiert auf, fast immer ein Hydrocephalus. Fehlbildungen des Gro&#223;hirns k&#246;nnen zus&#228;tzlich beobachtet werden. Klinisch zeigen sich neben Symptomen durch den Hydrocephalus und die R&#252;ckenmarksfehlbildung Hirnstamm- und Hirnnervenst&#246;rungen. Beim <I>Typ III<\/I>, der seltensten Form, wird eine Spaltbildung der Halswirbels&#228;ule und des Hinterhauptbeines beobachtet mit Verlagerung des Kleinhirns in eine suboccipitale oder cervicale Cele. Der <I>Typ IV<\/I> (Hypoplasie des Kleinhirns) ist zur Klassifikation nicht geeignet.<\/P>"}