{"title":"Mercaptoethanol: Infobox I","body":"<STRONG>Mercaptoethanol<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Mercaptoethanol bewirkt eine Reduktion von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/18761'>Disulfidbindungen<\/A> unter Bildung von 2 freien <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/61347'>SH-Gruppen<\/A> pro Disulfidbr&#252;cke. Harnstoff hingegen l&#246;st <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/70352'>Wasserstoffbr&#252;cken<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33100'>hydrophobe Wechselwirkungen<\/A>. Durch <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/17785'>Dialyse<\/A> k&#246;nnen Harnstoff und Mercaptoethanol aus dem Reaktionsansatz entfernt werden, wobei es spontan zur erneuten Ausbildung von Disulfid- und Wasserstoffbr&#252;cken kommt. Enth&#228;lt ein Protein mehrere Disulfidbr&#252;cken oder besteht es aus mehreren Untereinheiten, die &#252;ber solche Bindungen verkn&#252;pft sind (z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34244'>Insulin<\/A>), so kann eine korrekte <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/56232'>Renaturierung<\/A> nur bedingt stattfinden, da es bei der spontanen Bildung von Disulfidbr&#252;cken zur Ausbildung &#8222;falscher&#8220; Verbindungen kommen kann. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/18770'>Dithiothreitol<\/A>."}