{"title":"Opiate: Infobox I","body":"<STRONG>Opiate<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><I>Suchtwirkung von Morphin und anderen Opiaten:<\/I><BR><\/BR>Im Normalzustand wird in der Zelle durch die Aktivit&#228;t des Enzyms <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/1019'>Adenylat-Cyclase<\/A> ein bestimmter Spiegel von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11868'>cAMP<\/A> aufrechterhalten. Wird die Adenylat-Cyclase durch die Wirkung von Opiaten inhibiert, sinkt die cAMP-Konzentration. Die Zelle kompensiert das Absinken des cAMP-Spiegels durch eine gesteigerte Biosynthese von Enzymmolek&#252;len, so da&#223; der normale cAMP-Spiegel wieder hergestellt werden kann. Folge der Anpassung des Organismus an eine bestimmte Zufuhr von Opiaten ist jedoch, da&#223; nun &#8211; um den urspr&#252;nglichen Effekt zu erreichen &#8211; mehr Opiat ben&#246;tigt wird, um auch die neu gebildeten Enzymmolek&#252;le auszuschalten, wodurch wiederum der cAMP-Spiegel absinkt usw. Bei Absetzen der Opiatzufuhr wird die Hemmung der Adenylat-Cyclase-Molek&#252;le aufgehoben, so da&#223; der cAMP-Spiegel stark und zu unphysiologischen Konzentrationen ansteigt, was zu entsprechenden Nachfolgereaktionen f&#252;hrt (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/21620'>Entzugserscheinungen<\/A>)."}