{"title":"Paloklimatologie: Infobox II","body":"<STRONG>Pal&#228;oklimatologie<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><STRONG>1:<\/STRONG> Ein <I>Eisschild<\/I> (Eiskalotte, Inlandeis, Landeis) ist eine fl&#228;chenhafte Vergletscherung kontinentalen Ausma&#223;es, die aufgrund ihrer M&#228;chtigkeit von den Gef&#228;lleverh&#228;ltnissen des Untergrunds weitestgehend unabh&#228;ngig ist und das Ausgangsrelief bis auf wenige herausragende Gipfel (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/47011'>Nunatakker<\/A>) vollst&#228;ndig unter sich begr&#228;bt. Die gr&#246;&#223;ten Eisschilde sind das <I>antarktische<\/I> und das <I>gr&#246;nl&#228;ndische Inlandeis<\/I> mit &#252;ber 12,5 Millionen bzw. 1,7 Millionen km<SUP>2<\/SUP> Fl&#228;che und M&#228;chtigkeiten zwischen 3 und 4 km. Diese beiden Eisschilde bedecken bereits &#252;ber 96% der gesamten vergletscherten Fl&#228;che der Erde.<BR><\/BR>Die <I>Eiskernbohrung<\/I> oder <I>Eisbohrung<\/I> ist eine glaziologische Untersuchungsmethode, bei der mittels spezieller Bohrtechniken ungest&#246;rte <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/20483'>Eisbohrkerne<\/A><\/I> aus dem Gletschereis (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/28286'>Gletscher<\/A>) gezogen werden, die je nach Tiefe <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/20479'>Eis<\/A> und damit atmosph&#228;rische <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46421'>Niederschl&#228;ge<\/A> aus unterschiedlich weit zur&#252;ckreichenden Zeitr&#228;umen zu Tage f&#246;rdern. So decken z.B. die Kerne der 1992 und 1993 bis ca. 3050 m Tiefe abgeteuften Eiskernbohrungen im zentralen Inlandeis (Eisschild) Gr&#246;nlands die gesamte letzte Kaltzeit und Teile der vorangegangenen Warmzeit ab. Auch in der Antarktis wurden bereits zahlreiche Eiskernbohrungen niedergebracht (1997 wurde nahe der Station Wostok eine Rekordtiefe von 3300 m erreicht)."}