{"title":"Plasmodiophoromycetes: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f7f5358.jpg' WIDTH='319' HEIGHT='337'><br>\n<STRONG>Plasmodiophoromycetes<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Entwicklung von <I>Plasmodiophora brassicae<\/I>, dem Erreger der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36615'>Kohlhernie<\/A> (E = im Erdboden, W = in der Wurzel):<BR><\/BR>Im Erdboden schl&#252;pft aus der haploiden Dauerspore je 1 Zoospore aus (1), die 2 ungleich lange Gei&#223;eln besitzt (2). Nach Auffinden einer geeigneten Wirtspflanze setzen sich die Schw&#228;rmer an den Wurzelhaaren fest, ziehen die Gei&#223;eln ein und bilden ein stilettartiges Zellorganell zum Eindringen in die Pflanze aus. Nachdem die Zellwand mit diesem &#8222;Stachel&#8220; durchbohrt wurde, gelangt der Inhalt der Pilzzelle in die Wirtszelle (3). Der nackte Protoplast ern&#228;hrt sich vom Wirtscytoplasma und w&#228;chst unter Kernteilung zu einem vielkernigen Plasmodium heran, das sich teilen und von Zelle zu Zelle weiter vordringen kann. Befallene Wurzeln zeigen typische Wucherungen. Nach einiger Zeit gliedert sich das Plasmodium in einkernige Portionen, die sich abrunden und mit d&#252;nner Zellwand umgeben (= Sommersporangium). Die Kerne teilen sich noch 2&#8211;3mal, das Plasma teilt sich dementsprechend portionsweise auf, und es entstehen birnenf&#246;rmige Zoosporen (4, 5), die nach dem Freiwerden entweder als Zoosporen erneut Pflanzen infizieren (6) oder als Gameten miteinander kopulieren (7). Vor der Vereinigung der beiden Zellkerne kann bereits ein neuer Wirt befallen werden. Nach Verschmelzen der Zellkerne (8) w&#228;chst die nackte Zygote zu einem vielkernigen (diploiden) Plasmodium heran (9), das sich am Ende der Entwicklung (nach Reduktionsteilungen) in eine gro&#223;e Zahl haploider Dauersporen umwandelt (10, 11), die den Winter &#252;berdauern und im Fr&#252;hjahr auskeimen (1)."}