{"title":"Primrwand: Infobox I","body":"<STRONG>Prim&#228;rwand<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Struktur der Prim&#228;rwand und Wachstum sind untrennbar miteinander verkn&#252;pft. Weitgehende Einigkeit besteht heute dar&#252;ber, da&#223; die Prim&#228;rwand w&#228;hrend des Wachstums strukturell ver&#228;ndert wird. &#220;ber den molekularen Mechanismus ist bisher jedoch nur wenig bekannt. Ein neueres Modell geht davon aus, da&#223; sich Wachstum in 2 Prozesse unterteilen l&#228;&#223;t. Der erste Proze&#223; f&#252;hrt zu einer Lockerung oder Dehnung der Prim&#228;rwand, w&#228;hrend der zweite die gedehnte Struktur fixiert. Hierf&#252;r werden f&#252;r Dikotylen und Gr&#228;ser unterschiedliche Mechanismen vorgeschlagen. Bei Dikotylen wird Wachstum dadurch erreicht, da&#223; die Xyloglucane, welche die Cellulose-Mikrofibrillen miteinander vernetzen, lokal durch Transglykosylasen gespalten werden, so da&#223; die Mikrofibrillen durch den <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/68092'>Turgor<\/A> auseinandergedr&#252;ckt werden. Bei den Gr&#228;sern soll dies durch eine Spaltung der Glucuronoarabinoxylane (GAX) und durch die Einlagerung von neusynthetisierten &#946;(1&#8594;3),(1&#8594;4)-D-Glucanen bewerkstelligt werden. F&#252;r die Fixierung des gedehnten Zustands sollen bei Dikotylen <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/23354'>Extensine<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/53946'>Prolin-reiche Glykoproteine<\/A> in das Netzwerk eingelagert werden, was dann zu einem Wachstumsstop f&#252;hren soll. Bei den Gr&#228;sern soll diese Verfestigung durch die peroxidative Kopplung phenolischer Substanzen (z.B. Ferulas&#228;ure) mit anderen Zellwandpolymeren geschehen."}