{"title":"pseudoautosomale Region: Infobox I","body":"<STRONG>pseudoautosomale Region<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Im Bereich der pseudoautosomalen Region kommt es w&#228;hrend der Prophase I normalerweise zu einem <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/15784'>Crossing over<\/A>. Dieses wird auch &#8222;<I>obligatorisches Crossing over&#8220;<\/I> genannt, da es f&#252;r das weitere Fortschreiten der Meiose notwendig ist. Durch das obligatorische Crossing over wird die korrekte Paarung der Geschlechtschromosomen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/13980'>Chromosomenpaarung<\/A>), insbesondere, wenn es sich um die ungleichen X- und Y-Chromosomen handelt, &#8222;&#252;berpr&#252;ft&#8220;. Erstreckt sich ein Crossing over, beginnend in der pseudoautosomalen Region, in nicht mehr homologe Bereiche von X- und Y-Chromosom hinein, kann es zum Austausch auch nicht homologer Regionen kommen. Dabei k&#246;nnen geschlechtsbestimmende Gene, wie z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/65599'>TDF<\/A>, zwischen X- und Y-Chromosom ausgetauscht werden, was zur Entstehung von XX-M&#228;nnern und XY-Frauen f&#252;hren kann (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/27679'>Geschlechtsbestimmung<\/A>). Die im Bereich der pseudoautosomalen Region liegenden Gene sind im allgemeinen von der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/27683'>Geschlechtschromosomen-gebundenen Vererbung<\/A> abgekoppelt und werden wie auf <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/6454'>Autosomen<\/A> liegend vererbt <I>(pseudoautosomale Vererbung)<\/I>."}