{"title":"Hormone: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Hormone<\/STRONG>\n<P><I>Hormonnachweis:<\/I><BR><\/BR>Hormone lassen sich mit Hilfe chemischer, biologischer, immunologischer und radiologischer oder einer Kombination dieser Methoden nachweisen. Die Gaschromatographie eignet sich zum Nachweis von Steroidhormonen und Prostaglandinen. Bei der <I>radioimmunologischen Hormonbestimmung<\/I> wird Kaninchen das zu bestimmende Hormon in m&#246;glichst reiner Form injiziert, damit sich <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/733'>Antik&#246;rper<\/A> bilden k&#246;nnen. Zum anderen wird dieses Hormon mit radioaktivem <SUP>125<\/SUP>Iod markiert. Zum Nachweis wird <SUP>125<\/SUP>I-Hormon mit Hormonantik&#246;rpern gemischt. Es bildet sich ein <SUP>125<\/SUP>I-Hormonantik&#246;rperkomplex. Gibt man dazu die zu untersuchende K&#246;rperfl&#252;ssigkeit, so reagiert das nicht markierte Hormon darin mit dem Komplex und verdr&#228;ngt das markierte Hormon aus dieser Bindung. Trennt man das freie und komplexgebundene Hormon und mi&#223;t die Radioaktivit&#228;t des freien und des gebundenen markierten Hormons, so kann man aus diesem Verh&#228;ltnis die Menge des gesuchten Hormons errechnen. Bei der <I>Hormonrezeptormethode<\/I> reagieren in einem ersten Schritt aus tierischen Organen isolierte Hormonrezeptoren mit dem zu messenden Hormon. Damit kann das Hormon isoliert werden. In einem zweiten Schritt wird <SUP>125<\/SUP>Iod-markiertes Hormon hinzugegeben und belegt alle am Rezeptor noch nicht besetzten Stellen. Mi&#223;t man die Radioaktivit&#228;t des Hormonrezeptorkomplexes, ist die Aktivit&#228;t um so h&#246;her, je weniger natives Hormon sich in der zu untersuchenden Fl&#252;ssigkeit befand.<\/P>"}