{"title":"Asymmetrie: 1","body":"<BR><\/BR><STRONG>Asymmetrie<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Zur <I>Asymmetrie des Gehirns:<\/I><BR><\/BR>Das Sprachareal von 15% der Linksh&#228;nder liegt in der rechten Hemisph&#228;re. Bei weiteren 15% wird die Sprache beidseitig (bilateral) kontrolliert. Es gibt nicht eindeutig bewiesene Vorstellungen, da&#223; durch bilaterale Sprachkontrolle Stottern und Lese-Rechtschreib-St&#246;rungen beg&#252;nstigt werden. Die individuell unterschiedliche Asymmetrie, d. h. die Bevorzugung einer Hemisph&#228;re f&#252;r bestimmte F&#228;higkeiten (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/38340'>Lateralisation<\/A>), &#228;u&#223;ert sich in individuellen Probleml&#246;sestrategien und bestimmt den kognitiven Stil des Menschen. Frauen sollen eher einen verbal orientierten Stil bevorzugen, M&#228;nnern spricht man Vorteile bei der r&#228;umlich orientierten Problembew&#228;ltigung zu. Die unterschiedliche Bevorzugung der beiden Hemisph&#228;ren beeinflu&#223;t einzelne Aspekte von Intelligenzleistungen, nicht aber den Gesamt-(Wechsler-) Intelligenzquotienten eines Individuums. Unter diesem Gesichtspunkt sollten auch die Befunde gewertet werden, die die Lateralisierung von Musikwahrnehmung oder asymmetrisch verteilte biochemische Bestandteile der Nervenzellen dokumentieren. Gesicherte anatomische Asymmetrien betreffen die Ausdehnung des Planum temporale beim Menschen. Asymmetrien kommen auch in subcorticalen Gebieten und bei Tieren vor.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}