{"title":"Salmonellosen: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f8f5912.jpg' WIDTH='333' HEIGHT='249'><br>\n<STRONG>Salmonellosen<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Einige wichtige <I>&#220;bertragungswege<\/I> f&#252;r Salmonellen-Enteritiden.<BR><\/BR>Die &#220;bertragung erfolgt meist durch mit F&#228;kalien verunreinigte Nahrungsmittel. Bevorzugt sind die Erreger an <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/24872'>Fleisch<\/A> und Fleischprodukten (besonders Schweinefleisch und Gefl&#252;gel), Eiern (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32780'>H&#252;hnerei<\/A>) und Eiprodukten, Milcherzeugnissen (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/43045'>Milch<\/A>) und Speiseeis zu finden. Die Zunahme der Erkrankungen in den letzten Jahren wurde durch die Intensivierung der Tierhaltung (insbesondere Gefl&#252;gel und Schweine) auf engem Raum (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/41311'>Massentierhaltung<\/A>), die Verarbeitung der Tiere in Zentralschlachth&#246;fen mit halbautomatischem Schlachtbetrieb und die langen Anfahrtswege stark gef&#246;rdert. Hoch virulente St&#228;mme von <I>Salmonella enteritidis<\/I> k&#246;nnen Gefl&#252;gel chronisch infizieren. &#220;ber Eierst&#246;cke und Eileiter gelangen die Keime in das Innere der Eier, so da&#223; Lebensmittel, die z.B. mit nicht ausreichend erhitzten H&#252;hnereiern hergestellt werden, schwere Erkrankungen ausl&#246;sen k&#246;nnen. Der (symptomlose) Befall der Tiere f&#252;hrt dazu, da&#223; Gefl&#252;gel oder anderes rohes Fleisch h&#228;ufig beim Kauf kontaminiert ist. Eine Erkrankung kommt normalerweise nur zustande, wenn relativ gro&#223;e Keimmengen aufgenommen werden. Das kann leicht dann der Fall sein, wenn Salmonellen-haltige Speisen bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, da sich Salmonellen in bestimmten Speisen (z.B. Mayonnaise, Fleisch-, Wurstsalat) schnell vermehren. Im Wasser (vor Belichtung gesch&#252;tzt) sind Salmonellen in offenen Gew&#228;ssern, in <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/307'>Abwasser<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34877'>Jauche<\/A>, Abortgruben, Brunnenschlamm oder ged&#252;ngtem Boden wochenlang lebensf&#228;hig. K&#252;hlschranktemperatur, Einfrieren und Tiefk&#252;hlen &#252;berstehen sie relativ gut (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36871'>Konservierung<\/A>); auch gegen Hitze sind sie relativ unempfindlich. Zum Abt&#246;ten werden bei 55 &#176;C etwa 1 h und bei 60 &#176;C immer noch ca. 0,5 h ben&#246;tigt, so da&#223; bei kurzem Zubereiten von Speisen (Fleisch, Backwaren) in tieferen Schichten unter Umst&#228;nden ein &#220;berleben m&#246;glich ist. Bei S&#228;uglingen und resistenzgeminderten Personen (mit schwachem <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33853'>Immunsystem<\/A>) gen&#252;gt wahrscheinlich nur eine geringe Keimzahl, um einen akuten Durchfall auszul&#246;sen. Bei diesen Personen k&#246;nnen Salmonellen auch in die Blutbahn eindringen und eine <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/61095'>Sepsis<\/A> (Blutvergiftung) verursachen. Gef&#252;rchtet ist auch die Salmonellen-Meningitis der S&#228;uglinge und Neugeborenen."}