{"title":"Schmerz: Infobox IV","body":"<STRONG>Schmerz<BR><\/BR><BR><\/BR>4:<\/STRONG> <I>Schmerzmediatoren<\/I> oder <I>Schmerzstoffe<\/I> sind k&#246;rpereigene oder externe chemische Substanzen, die Nozizeptoren erregen oder sensibilisieren und so Schmerzen ausl&#246;sen oder verst&#228;rken. Sie werden bei Sch&#228;digungen des Gewebes freigesetzt und l&#246;sen den Schmerzreiz an den freien Nervenendigungen aus. So wirken winzige Fl&#252;ssigkeitsmengen aus Brandblasen der Haut stark schmerzerzeugend. Bekannte Schmerzstoffe sind <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/506'>Acetylcholin<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32034'>Histamin<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/61183'>Serotonin<\/A> (entsteht durch Zerfall von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/66472'>Thrombocyten<\/A>) und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/52167'>Plasmakinine<\/A> (entstehen aus dem Blutplasma und sind in Brandblasen und in durch Entz&#252;ndungen abgesonderten Fl&#252;ssigkeiten zu finden). Diese Stoffe sind teilweise auch in <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/10614'>Brennesseln<\/A> und in <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8402'>Bienengift<\/A> enthalten. Lokale Erh&#246;hungen der Konzentration von H<SUP>+<\/SUP>- und K<SUP>+<\/SUP>-Ionen rufen ebenfalls Schmerzempfindungen hervor. &#8211; Die <I>Juckempfindung<\/I> ist wahrscheinlich eine besondere Form der Schmerzempfindung. Einige Juckreize f&#252;hren bei st&#228;rkerer Intensit&#228;t zur Schmerzempfindung, und die Unterbrechung von Schmerzleitungen wird von dem Ausfall der Juckempfindung begleitet. Diese Empfindung l&#228;&#223;t sich aber nur in der &#228;u&#223;eren Epidermis hervorrufen; f&#252;r ihre Ausl&#246;sung ist wahrscheinlich die Freisetzung von Histamin verantwortlich."}