{"title":"Schwerionenforschung: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f8f6126.jpg' WIDTH='185' HEIGHT='201'><br>\n<STRONG>Schwerionenforschung<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Durch <I>Ionenstrahltherapie<\/I> k&#246;nnen tiefliegende Tumoren gezielt behandelt werden. Akute Nebenwirkungen der Strahlenbehandlung k&#246;nnen mit dieser Therapieform gegen&#252;ber konventionellen Bestrahlungsmethoden <I>(Photonentherapie)<\/I> gesenkt werden.<BR><\/BR>Bei den &#8222;schweren&#8220; Ionen handelt es sich nicht um schwere Ionen i.e.S. wie etwa Uran, sondern &#8222;schwer&#8220; im Vergleich mit <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54303'>Protonen<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/2435'>Alphastrahlen<\/A>. Eine optimale Wirkung erzielt man mit Kohlenstoff- oder Stickstoffionen. Diese werden in einem Beschleuniger auf Energien in der Gr&#246;&#223;enordnung von GeV gebracht. F&#252;r die Bestrahlung von Tumoren liegt ein Vorteil darin, da&#223; sich die Schwerionen besonders gut im Gewebe positionieren lassen und nur eine geringe Streuung erfahren. Die Sch&#228;digung bleibt so weitgehend auf den Krankheitsherd beschr&#228;nkt. Mit Schwerionen erzielt man zudem eine besonders effektive Sch&#228;digung des Erbguts der Zelle. Wegen des hohen technologischen und finanziellen Aufwands ist die Schwerionentherapie derzeit auf gro&#223;e Forschungseinrichtungen beschr&#228;nkt und im klinischen Alltag nahezu nicht verbreitet."}