{"title":"Auflsungsvermgen: 1","body":"<BR><\/BR><STRONG>Aufl&#246;sungsverm&#246;gen<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><I>Optisches Aufl&#246;sungsverm&#246;gen:<\/I><BR><\/BR><BR><\/BR>Beim Eintritt der von einem Objekt ausgehenden Lichtstrahlen in ein optisches System kommt es zu Beugungserscheinungen an der Begrenzung des optischen Ger&#228;ts, z. B. am Rand der Eintrittspupille. Ein entfernter Lichtpunkt wird daher nicht als Punkt, sondern als <I>Beugungsscheibchen<\/I> (<I>Airy-Scheibchen;<\/I> <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8252'>Beugung<\/A>) abgebildet, umgeben von mehreren nach au&#223;en sehr schnell an Intensit&#228;t verlierenden konzentrischen schmalen Kreisen. Etwa 84% des gesamten Lichts fallen auf das Airy-Scheibchen, innerhalb des zweiten dunklen Rings liegen 91% des Lichts. Sollen zwei Objekte abgebildet werden, die vom Objektiv aus gesehen einen bestimmten Winkelabstand haben, so gelten diese als aufl&#246;sbar, wenn bei den Beugungsscheibchen das Helligkeitsmaximum des einen Objekts auf dem ersten Helligkeitsminimum des anderen zu liegen kommt. Das Aufl&#246;sungsverm&#246;gen ist um so gr&#246;&#223;er, je kleiner die Wellenl&#228;nge <I>&#955;<\/I> und je gr&#246;&#223;er der Objektivdurchmesser ist. Diese &#220;berlegungen gelten sowohl f&#252;r ein Mikroskop oder Teleskop wie auch f&#252;r das menschliche Auge.<BR><\/BR>Bei <I>Mikroskopen<\/I> unterscheidet man das <I>laterale Aufl&#246;sungsverm&#246;gen,<\/I> also das Aufl&#246;sungsverm&#246;gen f&#252;r seitlich ausgedehnte Strukturen, und das <I>Tiefenaufl&#246;sungsverm&#246;gen,<\/I> das sich auf die Tiefenstruktur bezieht. Zwei Teilchen k&#246;nnen noch voneinander getrennt beobachtet werden, wenn ihr Abstand ungef&#228;hr<I> &#955;<\/I>\/2 betr&#228;gt &#8211; vorausgesetzt, die numerische <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/4281'>Apertur<\/A> hat etwa den Wert 1. Da das Aufl&#246;sungsverm&#246;gen umgekehrt proportional zur Wellenl&#228;nge ist, kann es durch die Verwendung von kurzwelligerem Licht verbessert werden (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/68401'>Ultraviolettmikroskopie<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/20788'>Elektronenmikroskop<\/A>). Bei der Immersionsmikroskopie (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33769'>Immersion<\/A>) kann die Einbettung des Objekts in ein optisches Medium mit gro&#223;er Brechzahl (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/10561'>Brechungsindex<\/A>) die numerische Apertur und damit das Aufl&#246;sungsverm&#246;gen erh&#246;hen.<BR><\/BR>Das r&#228;umliche Aufl&#246;sungsverm&#246;gen des <I>Linsenauges<\/I> ist &#252;ber den Winkelabstand definiert, den zwei Objektpunkte bez&#252;glich der Pupillenmitte voneinander haben m&#252;ssen, um zwei getrennte Lichtempfindungen hervorzurufen. Es wird begrenzt durch die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8252'>Beugung<\/A> des <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/39234'>Lichts<\/A> am Pupillenrand (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54981'>Pupille<\/A>) und die endliche Gr&#246;&#223;e der Zapfen und deren Abstand in der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/46087'>Netzhaut<\/A>. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8484'>Bildwahrnehmung<\/A>.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}