{"title":"Signaltransduktion: Infobox I","body":"<STRONG>Signaltransduktion<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Die Signaltransduktion erfolgt in der Regel in 3 Schritten: 1) die Aufnahme des Reizes &#252;ber spezifische <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/56534'>Rezeptoren<\/A>, 2) die Umwandlung des Signals &#252;ber intrazellul&#228;re Verschaltungen mit Amplifikations- und Modulations-Mechanismen und 3) die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/55867'>Reaktion<\/A> auf den <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/56139'>Reiz<\/A> &#252;ber Effektorfunktionen. An diesen Vorg&#228;ngen sind immer <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54137'>Proteine<\/A> beteiligt, die durch die Signaltransduktion reversibel oder irreversibel in ihrer Aktivit&#228;t beeinflu&#223;t werden (z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54152'>Proteinkinasen<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/21649'>Enzyme<\/A>), ihre subzellul&#228;re Lokalisation &#228;ndern (z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67279'>Transkriptionsfaktoren<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/29085'>G-Proteine<\/A>) oder in ihrer Interaktion mit anderen Proteinen beeinflu&#223;t werden (z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/928'>Adaptorproteine<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/64382'>Strukturproteine<\/A>). Eine wichtige Funktion bei vielen Signaltransduktions-Prozessen haben weiterhin die <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/60823'>sekund&#228;ren Boten<\/A><\/I>, wie <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11611'>Calcium<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11868'>cAMP<\/A> oder <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34165'>Inositolphosphate<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/17755'>Diacylglycerol<\/A>, deren intrazellul&#228;re Konzentrationen durch verschiedene Proteine beeinflu&#223;t werden und die wiederum die Aktivit&#228;t anderer Proteine regulieren. F&#252;r all diese Mechanismen ist Voraussetzung, da&#223; die beteiligten Komponenten in einem regulierbaren Gleichgewicht stehen und da&#223; die verschiedenen Effekte reversibel sind, um eine Dauerreizung zu vermeiden. Die Reversibilit&#228;t ist im Normalfall auf allen Ebenen gegeben: <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/18727'>Dissoziation<\/A> von Hormon\/Rezeptor-Komplexen und von G-Protein\/Enzym-Komplexen, Reduktion der vor&#252;bergehend erh&#246;hten Menge an sekund&#228;ren Boten auf den Normalwert durch Abbau oder Abtransport sowie Entfernung von Proteinphosphorylierungen durch die spezifische Wirkung von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/51260'>Phosphoprotein-Phosphatasen<\/A>. Durch die vielfache Signalamplifizierung auf den verschiedenen Ebenen der Signaltransduktion (z.B. produziert ein Molek&#252;l Adenylat-Cyclase zahlreiche cAMP-Molek&#252;le) wird eine hohe Sensitivit&#228;t gegen&#252;ber den eingehenden Reizen erreicht, die selbst schon bei schwachen &#228;u&#223;eren Reizen eine angemessene Antwort erm&#246;glicht. Komplizierte Signald&#228;mpfungsmechanismen verhindern eine m&#246;gliche &#220;berreaktion der Zelle. Die Ergebnisse aktueller Forschungen belegen eine nicht nur funktionelle, sondern auch strukturelle Verbindung der beteiligten Komponenten. Viele Teilschritte von Signalketten laufen in dynamischen Multi-Protein-Komplexen ab. Die Verzweigung von Signalketten spiegelt sich in der Umlagerung solcher Komplexe oder in der Relokalisation einzelner Komponenten in andere Zellregionen wider."}