{"title":"Sympathikomimetika: Infobox I","body":"<STRONG>Sympathikomimetika<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><I>Direkt wirkende Sympathikomimetika:<\/I> &#220;berwiegend an <I>&#945;-Rezeptoren<\/I> wirkende Sympathikomimetika (&#945;-Adrenozeptor-Agonisten, <I>&#945;-Sympathikomimetika<\/I>) sind z.B. Norfenefrin (Noradrenalin-Analogon) und Phenylephrin (Adrenalin-Analogon) sowie die Imidazolin-Derivate Oxymetazolin und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/71317'>Xylometazolin<\/A>. Da an den Haut- und Schleimhautgef&#228;&#223;en vorwiegend &#945;-Adrenozeptoren sitzen, die eine Kontraktion der Gef&#228;&#223;e herbeif&#252;hren, sind vor allem die Imidazolin-Derivate in <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/56697'>Rhinologika<\/A> (Nasenschleimhaut abschwellende Mittel) zu finden. Allgemein werden die &#945;-Sympathikomimetika wegen ihrer gef&#228;&#223;kontrahierenden Wirkung zusammen mit <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/39810'>Lokalan&#228;sthetika<\/A> gegeben, um deren Wirkdauer (durch Verminderung der raschen Ausschwemmung) zu verl&#228;ngern. <BR><\/BR>&#220;berwiegend an <I>&#946;-Rezeptoren<\/I> wirkende Sympathikomimetika (&#946;-Adrenozeptor-Agonisten, <I>&#946;-Sympathikomimetika<\/I>) sind z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34699'>Isoprenalin<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/48070'>Orciprenalin<\/A>. Sie wirken gleich stark auf &#946;<SUB>1<\/SUB>- und &#946;<SUB>2<\/SUB>-Rezeptoren. Am Herzen sind fast ausschlie&#223;lich &#946;<SUB>1<\/SUB>-Rezeptoren lokalisiert, deren Erregung (antagonistisch zum Vagus-Reiz) eine Kardiostimulation bewirkt. Daher wird vor allem Orciprenalin bei &#220;berleitungsst&#246;rungen am Herzen (bradykarde Arrhythmien, AV-Block) eingesetzt (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/4015'>Antiarrhythmika<\/A>). An der glatten Muskulatur von Gef&#228;&#223;en, Bronchien und Uterus sind vor allem &#946;<SUB>2<\/SUB>-Rezeptoren vorhanden, die eine Dilatation bewirken. Um diese Wirkung ausnutzen zu k&#246;nnen, ohne Einflu&#223; auf die &#946;<SUB>1<\/SUB>-Rezeptoren des Herzens zu nehmen, wurden spezifische &#946;<SUB>2<\/SUB>-Agonisten entwickelt (z.B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/24123'>Fenoterol<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/65842'>Terbutalin<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/58181'>Salbutamol<\/A>), die zur Bronchospasmolyse bei <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/5635'>Asthma<\/A> bronchiale oder als sog. Wehenhemmer (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/66883'>Tokolytika<\/A>; bei drohender <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/25870'>Fr&#252;hgeburt<\/A>) eingesetzt werden."}