{"title":"Komplexauge: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Komplexauge<\/STRONG>\n<P>Es gibt drei verschiedene Typen von Komplexaugen, die sich vor allem in der Lichtst&#228;rke unterscheiden: in den <I>Appositionsaugen<\/I> sind die einzelnen Ommatidien durch Pigmentzellen derart voneinander abgetrennt, da&#223; das Licht, welches durch die Linse eines Ommatidiums einf&#228;llt, nicht in die benachbarte Ommatidie gelangt. Diese Augen sind gut geeignet f&#252;r alle tagaktiven Insekten, f&#252;r die ausreichend Licht zur Verf&#252;gung steht. D&#228;mmerungs- und nachtaktive Tiere besitzen <I>optische Superpositionsaugen<\/I>. Hier sind die Pigmentzellen nur kurz, die Ommatidien also nur unvollst&#228;ndig voneinander abgeschirmt. Licht, das durch die Linse eines Ommatidiums f&#228;llt, gelangt auch in die benachbarten Ommatidien. Somit wird das Auge wesentlich lichtst&#228;rker, verliert jedoch auch an Aufl&#246;sungsverm&#246;gen. H&#246;here Dipteren haben einen dritten Augentyp entwickelt, den des <I>neuralen Superpositionsauges<\/I>: Hier sind die Ommatidien wie beim Appositionsauge vollst&#228;ndig voneinander abgeschirmt, jedoch konvergieren die Axone einzelner Rhabdomere benachbarter Ommatidien, welche auf denselben Punkt der Umwelt sehen, auf dasselbe nachgeschaltete Neuron. Dieses bildet einen Mittelwert aus den eingehenden Einzelinformationen und verbessert dadurch das Signal. <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/12546'>Superpositionsauge<\/A>.<\/P>"}