{"title":"Tierversuche: Infobox II","body":"<STRONG>Tierversuche<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><STRONG>1:<\/STRONG> Auszug aus dem <I>Tierschutzgesetz<\/I> (Fassung vom 25.5.1998)<BR><\/BR>F&#252;nfter Abschnitt: Tierversuche<BR><\/BR><BR><\/BR><STRONG>(1)<\/STRONG> Tierversuche im Sinne dieses Gesetzes sind Eingriffe oder Behandlungen zu Versuchszwecken<BR><\/BR>1. an Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Sch&#228;den f&#252;r diese Tiere oder<BR><\/BR>2. am Erbgut von Tieren, wenn sie mit Schmerzen, Leiden oder Sch&#228;den f&#252;r die erbgutver&#228;nderten Tiere oder deren Tr&#228;gertiere verbunden sein k&#246;nnen.<BR><\/BR><STRONG>(2)<\/STRONG> Tierversuche d&#252;rfen nur durchgef&#252;hrt werden, soweit sie zu einem der folgenden Zwecke unerl&#228;&#223;lich sind:<BR><\/BR>1. Vorbeugen, Erkennen oder Behandeln von Krankheiten, Leiden, K&#246;rpersch&#228;den oder k&#246;rperlichen Beschwerden oder Erkennen oder Beeinflussen physiologischer Zust&#228;nde oder Funktionen bei Mensch oder Tier,<BR><\/BR>2. Erkennen von Umweltgef&#228;hrdungen,<BR><\/BR>3. Pr&#252;fung von Stoffen oder Produkten auf ihre Unbedenklichkeit f&#252;r die Gesundheit von Mensch oder Tier oder auf ihre Wirksamkeit gegen tierische Sch&#228;dlinge,<BR><\/BR>4. Grundlagenforschung.<BR><\/BR>Bei der Entscheidung, ob Tierversuche unerl&#228;&#223;lich sind, ist insbesondere der jeweilige Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zugrunde zu legen und zu pr&#252;fen, ob der verfolgte Zweck nicht durch andere Methoden oder Verfahren erreicht werden kann.<BR><\/BR><STRONG>(3)<\/STRONG> Versuche an Wirbeltieren d&#252;rfen nur durchgef&#252;hrt werden, wenn die zu erwartenden Schmerzen, Leiden oder Sch&#228;den der Versuchstiere im Hinblick auf den Versuchszweck ethisch vertretbar sind. Versuche an Wirbeltieren, die zu l&#228;nger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen oder Leiden f&#252;hren, d&#252;rfen nur durchgef&#252;hrt werden, wenn die angestrebten Ergebnisse vermuten lassen, da&#223; sie f&#252;r wesentliche Bed&#252;rfnisse von Mensch oder Tier einschlie&#223;lich der L&#246;sung wissenschaftlicher Probleme von hervorragender Bedeutung sein werden.<BR><\/BR><STRONG>(4)<\/STRONG> Tierversuche zur Entwicklung oder Erprobung von Waffen, Munition und dazugeh&#246;rigem Ger&#228;t sind verboten.<BR><\/BR><STRONG>(5)<\/STRONG> Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen, Waschmitteln und Kosmetika sind grunds&#228;tzlich verboten. Das Bundesministerium wird erm&#228;chtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates, im Falle von Kosmetika im Einvernehmen mit dem Bundesministerium f&#252;r Gesundheit, Ausnahmen zu bestimmen, soweit es erforderlich ist, um<BR><\/BR>1. konkrete Gesundheitsgef&#228;hrdungen abzuwehren, und die notwendigen neuen Erkenntnisse nicht auf andere Weise erlangt werden k&#246;nnen, oder<BR><\/BR>2. Rechtsakte der Europ&#228;ischen Gemeinschaft durchzuf&#252;hren.<BR><\/BR>..."}