{"title":"Transpiration: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/faf6774.jpg' WIDTH='543' HEIGHT='307'><br>\n<STRONG>Transpiration<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Bei H&#246;heren Pflanzen erfolgt die Transpiration vor allem als Dampfabgabe in die Interzellularen der Bl&#228;tter, wobei die <I>Transpirationsrate<\/I> vom Unterschied des <I>Wasserpotentials<\/I> bzw. <I>Dampfdrucks<\/I> (Wasserdampfkonzentration) im Blattinnern und der Atmosph&#228;re und der Summe der <I>Diffusionswiderst&#228;nde<\/I> abh&#228;ngt. In Analogie zum Elektronenflu&#223; in einem Stromkreis f&#252;hren der Stomatawiderstand (<I>r<\/I><SUB>s<\/SUB>) und der Grenzschichtwiderstand (<I>r<\/I><SUB>a<\/SUB>) zu mehr oder weniger gro&#223;en <I>Transpirationsstr&#246;men<\/I>. Die Transpirationsrate <I>E<\/I> (in mol m<SUP>&#8211;2<\/SUP>s<SUP>&#8211;1<\/SUP>) l&#228;&#223;t sich, wenn <I>C<\/I><SUB>i<\/SUB> bzw. <I>C<\/I><SUB>a<\/SUB> die Wasserdampfkonzentrationen im Blattinnern bzw. au&#223;erhalb bedeuten, wie folgt beschreiben: <BR><\/BR><I>E<\/I> = <I>C<\/I><SUB>i<\/SUB> &#8211; <I>C<\/I><SUB>a<\/SUB>\/(<I>r<\/I><SUB>s<\/SUB> + <I>r<\/I><SUB>a<\/SUB>). Die treibende Kraft der Transpiration ist das niedrige Wasserpotential der nicht wasserdampfges&#228;ttigten Luft, wobei die Pflanze zwischen dem hohen Wasserpotential des Bodens und dem niedrigen Wasserpotential der Luft &#8222;eingespannt&#8220; ist. Das vorhandene Potentialgef&#228;lle, d.h. der Unterschied in der Wasserkonzentration innen (<I>C<\/I><SUB>i<\/SUB>) und au&#223;en (<I>C<\/I><SUB>a<\/SUB>), erzeugt somit einen <I>Transpirationsstrom,<\/I> ohne dabei eigene Energie aufzuwenden. Mit ihm werden nicht nur die oberirdischen Pflanzenteile &#252;ber das <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/71304'>Xylem<\/A> mit Wasser versorgt, sondern durch ihn gelangen auch N&#228;hrstoffe aus dem Boden in die Pflanzen hinein. Faktoren, die dieses Potentialgef&#228;lle steigern, f&#252;hren zu einer Steigerung der Transpiration.<BR><\/BR>Die Abb. gibt eine &#220;bersicht &#252;ber die beim Gasaustausch eines Blatts bestehenden Diffusionswiderst&#228;nde. Der Austausch von O<SUB>2<\/SUB> ist aus Gr&#252;nden der &#220;bersichtlichkeit nicht ber&#252;cksichtigt (<I>r<\/I><SUB>s<\/SUB>  stomat&#228;rer Widerstand, <I>r<\/I><SUB>c<\/SUB>  cuticul&#228;rer Widerstand, <I>r<\/I><SUB>a<\/SUB>  Grenzschichtwiderstand, <I>r<\/I><SUB>m<\/SUB>  Mesophyllwiderstand [nur bei O<SUB>2<\/SUB>])."}