{"title":"Wasserpotential: Abbildung II","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/faf7024.jpg' WIDTH='493' HEIGHT='522'><br>\n<STRONG>Wasserpotential<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><STRONG>Abb. 2<\/STRONG> und <STRONG>3:<\/STRONG> Das Wasserpotential ist ein guter Indikator zur Charakterisierung des pflanzlichen Wasserhaushalts und somit des Gesamtzustands einer Pflanze in Bezug auf <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/69972'>Wachstum<\/A> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/64202'>Streckungswachstum<\/A>), Umweltfaktoren (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/50712'>Pflanzenstre&#223;<\/A>) und Ernteertr&#228;ge, da Pflanzen in das Wasserpotentialgef&#228;lle zwischen Boden und Luft &#8222;eingespannt&#8220; sind (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67302'>Transpiration<\/A>). (Abb. <STRONG>2<\/STRONG> zeigt die <I>Pflanze<\/I> im Wasserpotentialgef&#228;lle zwischen Boden und Luft; die Werte f&#252;r das Wasserpotential der Luft gelten f&#252;r eine Temperatur von 20 &#176;C; die anderen Werte beziehen sich auf B&#246;den und Kulturpflanzen der feucht-gem&#228;&#223;igten Klimate; rF = relative Luftfeuchtigkeit, MPa = Megapascal [<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/19505'>Druck<\/A>].) Aus diesem Grund steht eine Reihe von Verfahren zur Bestimmung des Wasserpotentials zur Verf&#252;gung. Neben dem <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54749'>Psychrometer<\/A><\/I> kann das Wasserpotential auch mit Hilfe einer <I>Druckkammer<\/I> bestimmt werden. Sie mi&#223;t den negativen hydrostatischen Druck (= Sog) im <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/71304'>Xylem<\/A> der meisten Pflanzen, da davon ausgegangen wird, da&#223; dieses in etwa dem Wasserpotential der Gesamtpflanze entspricht. Das zu messende Organ (z.B. Blatt) wird zun&#228;chst abgetrennt und mit der Schnittfl&#228;che nach au&#223;en in die Druckkammer eingespannt, die mit einem komprimierten Gas gef&#252;llt werden kann. Dieses wird so lange in die Druckkammer eingeleitet, bis durch den &#220;berdruck Wasser an der Schnittfl&#228;che austritt. Der Ausgleichsdruck hat denselben Wert &#8211; allerdings mit entgegengesetztem Vorzeichen &#8211; wie der hydrostatische Druck des Xylems. Ist zudem das osmotische Potential bekannt, kann das Wasserpotential gut abgesch&#228;tzt werden. Abb. <STRONG>3<\/STRONG> zeigt die Bestimmung des Wasserpotentials mit Hilfe der Druckkammer; <STRONG>a<\/STRONG> intakter Sch&#246;&#223;ling, das Xylem besitzt ein negatives Wasserpotential; <STRONG>b<\/STRONG> nach dem Schnitt wird das Wasser durch den Sog ins Xylem zur&#252;ckgezogen; <STRONG>c<\/STRONG> durch Anlegen eines &#220;berdrucks gelangt das Wasser zur&#252;ck an die Schnittfl&#228;che."}