{"title":"wasserstoffoxidierende Bakterien: Infobox I","body":"<STRONG>wasserstoffoxidierende Bakterien<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Aeroben wasserstoffoxidierenden Bakterien dient molekularer Wasserstoff (H<SUB>2<\/SUB>) als Elektronen-Donor und Sauerstoff (O<SUB>2<\/SUB>) als Elektronen-Akzeptor, die Energie liefernde Reaktion ist also eine in mehreren Schritten ablaufende Knallgasreaktion. Dazu besitzen alle wasserstoffoxidierenden Bakterien ein oder mehrere Hydrogenase-Enzyme (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33065'>Hydrogenasen<\/A>), die H<SUB>2<\/SUB> binden und an die Komponenten der Elektronentransportkette weitergeben. Bei der folgenden, stufenweisen Oxidation in der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/5859'>Atmungskette<\/A> wird &#252;ber die Cytoplasmamembran ein Protonengradient (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54308'>protonenmotorische Kraft<\/A>) aufgebaut, der haupts&#228;chlich zur ATP-Synthese dient. Au&#223;erdem kann H<SUB>2<\/SUB> als Donor f&#252;r die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/55959'>Reduktions&#228;quivalente<\/A> zum C-autotrophen Wachstum mit Kohlendioxid genutzt werden.<BR><\/BR>Beispiel: Oxidation von Wasserstoff (Knallgasreaktion) und Bildung von Zellsubstanz aus CO<SUB>2<\/SUB> in <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/55551'>Ralstonia<\/A><\/I><I> eutropha<\/I> (<I>= <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/1927'>Alcaligenes<\/A> eutrophus<\/I>) bei einem Wachstum in einer einfachen N&#228;hrl&#246;sung mit anorganischen Salzen und einem Gasgemisch von 70% H<SUB>2<\/SUB> + 20% O<SUB>2<\/SUB> + 10% CO<SUB>2<\/SUB> (Volumengehalt):<BR><\/BR><BR><\/BR>\n<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/faf7032.jpg' WIDTH='129' HEIGHT='77'><br>"}