{"title":"Wassertransport: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/faf7033.jpg' WIDTH='124' HEIGHT='314'><br>\n<STRONG>Wassertransport<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Die <I>Koh&#228;sionstheorie der Wasserleitung<\/I> ist eine seit &#252;ber 100 Jahren kontrovers diskutierte, inzwischen jedoch allgemein akzeptierte Theorie, welche die Wasserleitung von den Wurzeln zur Blattoberfl&#228;che erkl&#228;ren kann. Der daf&#252;r erforderliche <I>Transpirationssog<\/I> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67302'>Transpiration<\/A>) ist m&#246;glich, weil die Wassermolek&#252;le durch <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36568'>Koh&#228;sion<\/A> starken Zugspannungen im <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/71304'>Xylem<\/A> standhalten k&#246;nnen. Dies wird besonders deutlich, wenn man sich die Druckdifferenz verdeutlicht, die f&#252;r den Wassertransport bei bis zu 110 m hohen Mammutb&#228;umen (<I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/61136'>Sequoia<\/A><\/I><I> sempervirens<\/I>) ben&#246;tigt wird und ca. 2 MPa (MPa = Megapascal = 10<SUP>6<\/SUP> Pascal; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/19505'>Druck<\/A>) betr&#228;gt. Sie entsteht, weil in der Baumkrone ein starker Sog bzw. starker negativer <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33124'>hydrostatischer Druck<\/A> ausgebildet wird <I>(Koh&#228;sionsspannung)<\/I>, der sich aufgrund der mechanischen Festigkeit dieser Wasserleitbahnen auf die Wassers&#228;ulen im Xylem &#252;bertr&#228;gt.<BR><\/BR>Die Abb. zeigt einen Modellversuch zur Demonstration der Anhebung einer Quecksilbers&#228;ule durch Transpirationssog: Verbindet man einen verdunstenden Zweig (oder auch einen Wasser verdunstenden, por&#246;sen Tonzylinder) &#252;ber eine mit Wasser gef&#252;llte Glaskapillare mit Quecksilber, so steigt letzteres bis &#252;ber 1 m hoch, also weit h&#246;her, als dies unter Vakuumbedingungen der Fall ist (= 760 mm)."}