{"title":"Wobble: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/faf7123.jpg' WIDTH='223' HEIGHT='235'><br>\n<STRONG>Wobble<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Als <I>Wobble-Hypothese<\/I>, wird die von F.H.C. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/15723'>Crick<\/A> erstmals im Jahr 1966 formulierte Erkl&#228;rung f&#252;r die Tatsache bezeichnet, da&#223; in Zellen nicht 61 unterschiedliche Arten (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/27288'>genetischer Code<\/A>) von transfer-RNA-Molek&#252;len (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67236'>transfer-RNA<\/A>) existieren, sondern je nach Organismus lediglich bis zu 41 verschiedene tRNAs. Unter Ber&#252;cksichtigung der Tatsache, da&#223; ein Codon der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/42380'>messenger-RNA<\/A> und das Anticodon der tRNA antiparallel aneinander binden (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/4148'>Antiparallelit&#228;t<\/A>), kann die dritte, 5'-gelegene Base des Anticodons wobbeln (&#8222;schwanken&#8220;), so da&#223; eine Basenpaarung von G mit U zul&#228;ssig ist. Im konkreten Fall (Abb.) kann eine tRNA f&#252;r <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/51012'>Phenylalanin<\/A> mit dem Anticodon 3'-AAG-5' sowohl an das Codon 5'-UUU-3' als auch 5'-UUC-3' binden, wobei beide Basentripletts f&#252;r Phenylalanin codieren. Anhand der Wobble-Hypothese l&#228;&#223;t sich erkl&#228;ren, warum sich Codonen f&#252;r eine bestimmte Aminos&#228;ure oft nur im 3. Nucleotid unterscheiden."}