{"title":"Zellkern: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/faf7195.jpg' WIDTH='207' HEIGHT='224'><br>\n<STRONG>Zellkern<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR><STRONG>Abb.1:<\/STRONG> R&#228;umliche Darstellung des Zellkerns.<BR><\/BR>Der Zellkern ist von einer Membranzisterne, der <I>Kernh&#252;lle,<\/I> umschlossen, an deren Innenseite sich die <I>Kernlamina<\/I> befindet, die als Teil des <I>Kernskeletts<\/I> dem Zellkern seine Form verleiht. Das plasmatische Innere des Zellkerns wird als <I>Kernplasma<\/I> oder <I>Nucleoplasma<\/I> bezeichnet. Hier befindet sich das <I>Chromatin<\/I>. Im Zellkern l&#228;uft nicht nur die <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/56274'>Replikation<\/A><\/I> der DNA ab, so da&#223; bei der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/43301'>Mitose<\/A> genetisch identische Tochterkerne entstehen, sondern hier erfolgt auch die <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67276'>Transkription<\/A><\/I> der genetischen Information sowie die <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54405'>Prozessierung<\/A><\/I> der dabei entstandenen RNA-Molek&#252;le. Aus diesem Grund kann der Zellkern auch als die &#8222;Schaltzentrale&#8220; der Zelle bezeichnet werden. &#8211; Die r&#228;umliche Trennung von Prozessen, die wie die Transkription ausschlie&#223;lich im Zellkern ablaufen, und solchen, die wie die <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/67283'>Translation<\/A><\/I> nur im <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/16575'>Cytoplasma<\/A> lokalisiert sind, erfordert Transportvorg&#228;nge &#252;ber die Kernh&#252;lle. Kleine Molek&#252;le k&#246;nnen dabei mittels <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/18154'>Diffusion<\/A> durch die <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/35879'>Kernporen<\/A><\/I> gelangen, wohingegen der Transport gro&#223;er Molek&#252;le energieabh&#228;ngig ist. Da die Proteinsynthese nur im Cytoplasma erfolgen kann, m&#252;ssen Kernproteine in den Zellkern importiert werden (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/35898'>Kerntransport von Proteinen<\/A>). Mittels einer sog. <I>NLS-Sequenz<\/I> (NLS von engl. nuclear localization signal; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/35867'>Kernlokalisationssignal<\/A>) werden Proteine, die f&#252;r den Zellkern bestimmt sind, von cytoplasmatischen Faktoren <I>(<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33886'>Importine<\/A><\/I><I>)<\/I> erkannt, um anschlie&#223;end als Komplex an Kernporen anzudocken. In analoger Weise sorgt eine <I>NES-Sequenz<\/I> (NES von engl. nuclear export signal) daf&#252;r, da&#223; Proteine den Zellkern verlassen. Diejenigen Proteine, die wie einige, an <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/53664'>Prim&#228;rtranskripte<\/A> bindende Proteine im Zellkern verbleiben, zeichnen sich hingegen durch eine <I>NRS-Sequenz<\/I> (NRS von engl. nuclear retention signal) aus."}