{"title":"Antigene: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Antigene<\/STRONG>\n<P><I>Arten von Antigenen:<BR><\/BR>Vollst&#228;ndige Antigene<\/I> (Immunogene) k&#246;nnen sowohl eine Immunantwort induzieren als auch mit den Produkten dieser Antwort (Antik&#246;rper) reagieren. <I>Unvollst&#228;ndige Antigene<\/I> (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/5198'>Haptene<\/A>) sind Substanzen von kleiner relativer Molek&#252;lmasse, die allein keine Immunantwort induzieren k&#246;nnen, aber durch Kopplung an gr&#246;&#223;ere Molek&#252;le oder inerte Partikel immunogen werden k&#246;nnen. Die unterschiedlichsten chemischen Verbindungen wirken als Antigene. Die am besten untersuchten Antigene sind Proteine und Polysaccharide, die in l&#246;slicher Form oder als Teil komplexer Strukturen (z.B. Bakterienzellwand) stark immunogen wirken. Lipide und Nucleins&#228;uren sind vergleichsweise schwache Antigene. Polynucleotide k&#246;nnen aber immunogen sein, und auch manche Lipide haben sich als immunogen erwiesen, die jedoch auf CD1-Molek&#252;len und nicht auf MHC-Molek&#252;len (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/5573'>Histokompatibilit&#228;ts-Antigene<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/5222'>Haupthistokompatibilit&#228;tskomplex<\/A>) pr&#228;sentiert werden. Vollst&#228;ndige Antigene haben im allgemeinen eine hohe relative Molek&#252;lmasse (<I>M<\/I><SUB>r<\/SUB>). Aber auch nat&#252;rlich vorkommende Substanzen mit relativ niedriger <I>M<\/I><SUB>r<\/SUB><I>,<\/I> z.B. Insulin (6000) und Glucagon (2600), sind immunogen. Kommt es zu einer Immunantwort gegen k&#246;rpereigene Antigene<I>,<\/I> so spricht man von <I>Autoimmunit&#228;t,<\/I> die als Zusammenbruch der Toleranz gegen k&#246;rpereigene Strukturelemente aufzufassen ist (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/1144'>Autoimmunkrankheiten<\/A>).<\/P>"}