{"title":"Melatonin: Abbildung II","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/neuro\/fff609.jpg' WIDTH='250' HEIGHT='490'><br>\n<P><STRONG>Melatonin<\/STRONG><\/P>\n<P><STRONG>Abb. 2: <\/STRONG>Die chronotherapeutische Wirkung von Melatonin als \"Schlafhormon\" wird sichtbar bei einer Patientin, die seit fr&#252;her Kindheit unter einer Schlaf-Wach-Rhythmik mit einer Periodenl&#228;nge von 25 h leidet und dadurch keine normale soziale Einbindung hat. Ihr Organismus verh&#228;lt sich so, als sei er unter Freilaufbedingungen, die sich beim Menschen in einer circadianen Rhythmik mit einer Periodenl&#228;nge von etwa 25 Stunden manifestieren <STRONG>(a).<\/STRONG> Eine Melatoninbehandlung im Alter von 17 Jahren, mit 5 mg Melatonin pro Nacht zwischen 21 h und 22 h gegeben, f&#252;hrte zur Auspr&#228;gung einer 24 h-Schlaf-Wach-Rhythmik und damit zu einer Frequenzsynchronisation mit dem t&#228;glichen Licht-Dunkel-Wechsel <STRONG>(b)<\/STRONG>. Im Alter von 14 Jahren wurde bei der Patientin ein Gehirntumor diagnostiziert. Die Ergebnisse der Melatoninbehandlung sprechen daf&#252;r, da&#223; der Nucleus suprachiasmaticus vermutlich aufgrund des Tumors keine Signale von den Augen bekam und damit die endogene Melatoninproduktion im Pinealorgan nicht mit dem t&#228;glichen Licht-Dunkel-Wechsel synchronisieren konnte. <\/P>"}