{"title":"Mollusken-Nervensystem: Zusatzinfo III","body":"<STRONG>Mollusken-Nervensystem<\/STRONG>\n<P><STRONG>2<\/STRONG> W&#228;hrend der Embryonalentwicklung der Gastropoda entsteht der Eingeweidesack als dorsale Ausst&#252;lpung. Dieser Teil w&#228;chst schneller als die Bauchseite (Ventralseite), so da&#223; er mehr und mehr nach hinten, in Richtung der L&#228;ngsachse verlagert wird. Dadurch erfahren Mund und After eine deutliche Ann&#228;herung. In der weiteren Entwicklung kommt es zu einer mehr oder weniger starken Torsion dieses Eingeweidesackes um seine L&#228;ngsachse, also der Dorsoventralachse des Tieres. Die Torsion kann im Extremfall 180&#176; betragen. Dieser Vorgang bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Anatomie. Die zun&#228;chst nach hinten orientierten Kiemen und Exkretionspori wandern nach vorne, und das linke Parietalganglion gelangt auf die rechte Seite und umgekehrt. Dabei &#252;berkreuzen sich auch die Pleurovisceralstr&#228;nge (Chiastoneurie). Wird diese &#220;berkreuzung sekund&#228;r wieder r&#252;ckg&#228;ngig gemacht oder kommt es zu einer fr&#252;hzeitigen Verlagerung der Ganglien nach rostral, so da&#223; die Pleurovisceralstr&#228;nge nicht in die Torsion einbezogen werden, so bezeichnet man dies als <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/3746'>Euthyneurie<\/A>.<\/P>"}