{"title":"Muskelspindeln: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Muskelspindeln<\/STRONG>\n<P>Die intrafusalen Muskelfasern der Muskelspindeln sind plasmareich. <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/8149'>Myofibrillen<\/A> sind nur jeweils beidseits an den Faserenden ausgebildet, w&#228;hrend die Fasern in der Mitte von einem Gespinst sensibler Nervenendigungen spiralig umsponnen werden (\"Bl&#252;tendoldenendigungen\"). An ihren kontraktilen Enden jedoch sind sie, wie die umgebenden <I>extrafusalen<\/I> Muskelfasern, &#252;ber <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/7937'>motorische Endplatten<\/A> innerviert. Im Verlauf einer Muskelkontraktion werden die intrafusalen Spindelfasern gleichzeitig mit den &#252;brigen Muskelfasern motorisch erregt und verk&#252;rzen sich mit diesen, wobei die sensibel innervierte Mittelzone ungedehnt bleibt. Beim Auftreten einer Kontraktionsdifferenz zwischen intra- und extrafusalen Fasern, etwa durch Erh&#246;hung des &#228;u&#223;eren Widerstands gegen die Muskelverk&#252;rzung, werden die Spindelfasern in ihrem myofibrillenfreien Mittelbereich gedehnt. Die Erregung der sensiblen Nervenendigungen l&#246;st reflektorisch verst&#228;rkte motorische Signale an den Muskel aus, bis sich nach dessen verst&#228;rkter Kontraktion die intrafusalen Fasern wieder entdehnt haben und ein Gleichgewicht zwischen Kontraktions-Soll- und -Me&#223;wert eingestellt ist. In Zusammenarbeit mit den Muskelspindeln geben in die Sehnen eingebaute Spannungsrezeptoren (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/11592'>Sehnenspindeln<\/A>) gleichzeitig Meldungen &#252;ber den Spannungszustand des Muskels an das Zentralnervensystem.<\/P>"}