{"title":"binre Nomenklatur: 1","body":"<BR><\/BR><STRONG>bin&#228;re Nomenklatur<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Schon in Jahrhunderten vor C. von Linn&#233; hat es viele bin&#228;re Namen gegeben (z. B. bei J. Ray). Schon bei C. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/27793'>Gesner<\/A> hatte die Kohlmeise (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/41872'>Meisen<\/A>) den Namen <I>Parus major<\/I>; trotzdem hei&#223;t sie heute <I>Parus major<\/I> Linn&#233; 1758, weil die Nomenklaturregeln die beiden Linn&#233;schen Werke \"Species plantarum\" und \"Systema naturae\" sozusagen als \"die Stunde Null der bin&#228;ren Nomenklatur\" festgelegt haben. In seinen fr&#252;heren und mittleren Jahren war Linn&#233; gleichsam \"r&#252;ckschrittlich\" gegen&#252;ber schon etablierten bin&#228;ren Namen: die Kohlmeise hie&#223; in seiner \"Fauna Suecica\" (1746) <I>Parus capite nigro, temporibus albis, nucha lutea<\/I> = die Meise mit schwarzem Kopf, wei&#223;en Schl&#228;fen, gelblichem R&#252;cken &#8211; also mehr Beschreibung als eigentlicher Name. Im Kr&#228;uterbuch von Tabernaemontanus (4. Aufl. 1731) gab es viele hundert bin&#228;re Namen.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}