{"title":"Biowerkstoffe: 69","body":"<BR><\/BR><STRONG>Biowerkstoffe<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Bei der Entwicklung von Biowerkstoffen zeichnen sich folgende Richtungen ab:<BR><\/BR>1) Biologische Verbundstoffe, die aus <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/53013'>Polysacchariden<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/54137'>Proteinen<\/A> bzw. einer Kombination organischer und anorganischer Komponenten bestehen und keine oder nur geringe antigene Wirkung und Toxizit&#228;t besitzen. Zu den in der Natur vorkommenden Verbundwerkstoffen geh&#246;ren z. B. das <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36671'>Kollagen<\/A>, die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32963'>Hyalurons&#228;ure<\/A> und das <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/13547'>Chitin<\/A>. Sie finden unter anderem Einsatz bei der Entwicklung neuer Transplantatmaterialien (auf der Basis des Kollagens z. B. als Hautersatz, schnelle Wundversorgung) und medizinisch relevanter Implantatwerkstoffe (z. B. Kollagengef&#228;&#223;e in Kombination mit Heparinmolek&#252;len) sowie bei der Schaffung k&#252;nstlich knochenerzeugenden Materials (z. B. eine Kombination von Kollagen und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33172'>Hydroxylapatit<\/A>).<BR><\/BR>2) Neue \"Schmiermittel\" f&#252;r Gelenke (z. B. mit fermentativ hergestellter Hyalurons&#228;ure).<BR><\/BR>3) Neue Klebstoffe und Harze (u. a. Herstellung von Materialien mit flexiblen Klebeeigenschaften durch Vernetzung von Proteinen mit z. B. Epoxiden, Phenolen oder Urethanen).<BR><\/BR>4) Mikrobielle Herstellung von Kunststoffen (Poly-&#946;-hydroxybutters&#228;ure, Poly-&#946;-hydroxyalkans&#228;uren).<BR><\/BR>5) Gezielte Schaffung von Grenzfl&#228;chen zur Herstellung von Biowerkstoffen mit neuen Eigenschaften. Zahlreiche biologische Polymere besitzen interessante elektronische Strukturen, die in naher Zukunft zur technologischen Anwendung kommen werden (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/8603'>Bioelektronik<\/A>).<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}