{"title":"Objekterkennung: Zusatzinfo II","body":"<STRONG>Objekterkennung<\/STRONG>\n<P><STRONG>2 <\/STRONG><I>Objekterkennung im Gehirn:<\/I><BR><\/BR>Um die Einfl&#252;sse von neuronalen Verarbeitungen vor und nach der eigentlichen Objekterkennung auszuschlie&#223;en (z.B. Segmentation, Gruppierung oder Teilanalyse bzw. <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/6663'>Konsolidierung<\/A>, Feedbacks oder Aktivierung der <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/947'>Assoziation<\/A> von Informationen aus dem <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/11664'>semantischen Ged&#228;chntnis<\/A>), wurden in einer fMRI-Studie Objekte nur sehr kurz (26 ms) pr&#228;sentiert und mit anderen visuellen Stimuli maskiert. Die Versuchspersonen sollten nicht nur sagen, was sie sahen, sondern auch, wie sicher sie in ihrem Urteil waren. Dadurch kann man genauer eingrenzen, welche Hirnregionen bei der Objektwahrnehmung zwar beteiligt sind, aber gleichsam dem spezifischen Objekt \"agnostisch\" gegen&#252;berstehen, und welche Regionen mit dem bewu&#223;ten Erkennen des Objekts korrelieren. Diese <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/14575'>neuronalen Korrelate des Bewu&#223;tseins<\/A> visuell erkannter Objekte befinden sich im ventralen Schl&#228;fenlappen (im Sulcus occipitotemporalis) und im anterioren <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/5097'>Gyrus fusiformis<\/A>. Bei mehrfacher Pr&#228;sentation desselben Stimulus stieg die Wahrscheinlichkeit seiner korrekten Wahrnehmung (<A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/10259'>Priming<\/A>). Nachgeschaltete semantische Analysen und visuelle Ged&#228;chtniskonsolidierung erfolgten im <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/5108'>Gyrus parahippocampalis<\/A> und im <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/10178'>pr&#228;frontalen Cortex<\/A>.<\/P>"}