{"title":"Blei: 3","body":"<BR><\/BR><STRONG>Blei<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/68462'>Umweltbelastung<\/A> mit Blei l&#228;&#223;t sich durch Bestimmung des Bleigehalts (aller 4 wichtigen Bleiisotope) in Seesedimenten, Eisbohrungen und Torfkernen bestimmen, die damit einhergehende Bleideponierung im Organismus durch die Bestimmung der Werte in Knochen. Deutlich zu erkennen ist dabei eine steigende Bleibelastung seit Beginn des <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/681'>Ackerbaus<\/A> vor etwa 6000&#8211;8000 Jahren. Fl&#228;chenrodungen f&#252;hrten zu einer zunehmenden Freisetzung aus bleihaltigen St&#228;uben. Die Bleiwerte stiegen mit der gezielten Gewinnung des Schwermetalls vor allem durch die R&#246;mer und sanken entsprechend nach dem Zusammenbruch des R&#246;mischen Reiches. Sie stiegen wieder im Mittelalter aufgrund der Silbergewinnung aus bleihaltigen Erzen und sp&#228;ter durch die Erzgewinnung mit der zunehmenden Industrialisierung. Den gr&#246;&#223;ten Sprung verursachte die Einf&#252;hrung des bleihaltigen Benzins. Anhand von Torfkernen aus Hochmooren konnte man feststellen, da&#223; 1971 der bisherige H&#246;hepunkt der Belastung mit 16 mg\/m<SUP>2<\/SUP> Moorfl&#228;che erreicht wurde &#8211; ein Wert, der etwa 1600fach &#252;ber der nat&#252;rlichen Bleibelastung liegt. Seitdem sinkt die Belastung, insbesondere aufgrund der Umstellung auf bleifreies Benzin, betr&#228;gt aber heute (1999) immer noch etwa das 850fache der nat&#252;rlichen Belastung.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}