{"title":"Bluterkrankheit: 366","body":"<TABLE BORDER=\"0\" CELLSPACING=\"0\" CELLPADDING=\"0\"><TR><TD ALIGN=\"left\"><TABLE ALIGN = \"left\" BORDER = \"1\" CELLSPACING = \"0\" CELLPADDING = \"0\" BORDERCOLOR = \"#000000\" \n\n<TR>\n<TD ALIGN = \"left\" VALIGN = \"middle\" WIDTH = \"638\" >\n\n<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/fff1071.jpg' WIDTH='319' HEIGHT='240'><br>\n<\/TD>\n<\/TR>\n<TR>\n<TD ALIGN = \"left\" VALIGN = \"middle\" WIDTH = \"638\" >\n<BR><\/BR>Bluterkrankheit<BR><\/BR><BR><\/BR>Die Abb. zeigt den Stammbaum einer Familie mit Bluterkrankheit.<BR><\/BR>Die H&#228;mophilie ist das klassische Beispiel f&#252;r einen X-chromosomalen rezessiven Erbgang beim Menschen. Da beim m&#228;nnlichen Geschlecht normalerweise nur ein X-Chromosom vorhanden ist und daher die auf ihm lokalisierten Gene im hemizygoten Zustand vorliegen, tritt beim Mann in jedem Fall die H&#228;mophilie auf, wenn er das Bluter-Gen aufweist. Bei der Frau hingegen wird die Wirkung eines solchen Gens von dem auf dem zweiten X-Chromosom liegenden normalen Allel kompensiert, d. h., sie ist zwar heterozygote Tr&#228;gerin (Konduktorin) der Anlage f&#252;r die H&#228;mophilie, selbst aber nicht von der Krankheit betroffen (vgl. aber unten). Konduktorinnen geben das defekte Gen im Durchschnitt an die H&#228;lfte ihrer T&#246;chter weiter, die so ihrerseits wieder Konduktorinnen werden, ohne da&#223; H&#228;mophilie auftritt. Ebenso erh&#228;lt die H&#228;lfte der S&#246;hne das Gen, die jedoch an der H&#228;mophilie erkranken. Da das X-Chromosom des Mannes nur auf die T&#246;chter &#252;bergeht, hat ein an H&#228;mophilie erkrankter Mann (Bluter) ph&#228;notypisch gesunde Kinder; allerdings sind alle T&#246;chter Konduktorinnen, w&#228;hrend die S&#246;hne und deren Nachkommen das Gen nicht aufweisen. Im weiblichen Geschlecht kommt die H&#228;mophilie sehr selten vor, da dann Homozygotie f&#252;r das defekte Gen vorliegen mu&#223;, die einen Vater mit H&#228;mophilie und eine Konduktorin als Mutter voraussetzt. Alle S&#246;hne von Bluterinnen weisen H&#228;mophilie auf, und die T&#246;chter sind alle Konduktorinnen. Letztere besitzen nicht selten eine erh&#246;hte Blutungsneigung und bei der H&#228;mophilie A eine deutliche Verminderung der Faktor-VIII- bzw. bei der H&#228;mophilie B der Faktor-IX-Aktivit&#228;t. Daher kann meistens festgestellt werden, welche Frauen aus einer Bluterfamilie erblich belastet sind und welche Frauen nicht zu bef&#252;rchten brauchen, kranke oder belastete Kinder zu bekommen. Bei der H&#228;mophilie A ist mit einem Bluter auf 5000 und bei der H&#228;mophilie B auf <BR><\/BR>25 000 Knabengeburten zu rechnen. <BR><\/BR>\n<\/TD>\n<\/TR>\n\n<\/TABLE><\/TD><\/TR><\/TABLE>"}