{"title":"Bluttransfusion: 3","body":"<BR><\/BR><STRONG>Bluttransfusion<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Zur <I>Sicherheit<\/I> von Bluttransfusionen:<BR><\/BR><BR><\/BR>In Deutschland werden pro Jahr (Stand 1999) etwa 4 Millionen Blutkonserven oder daraus hergestellte Blutpr&#228;parate transfundiert. Um die Sicherheit der Bluttransfusionen zu gew&#228;hrleisten, existieren in Deutschland relativ strenge Vorschriften, deren Grundlage das im Juli 1998 in Kraft getretene <I>Transfusionsgesetz<\/I> ist. Aufgrund der vorgeschriebenen Untersuchungen, bei denen z. B. zum Nachweis von Viren neuerdings auch die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/52909'>Polymerase-Kettenreaktion<\/A> eingesetzt wird, liegt nach Sch&#228;tzungen verschiedener Institutionen das Risiko, sich durch Bluttransfusionen mit dem humanen Immundefizienzvirus (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32099'>HIV<\/A>; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/1645'>AIDS<\/A>) zu infizieren, bei 1:1 Million, im Falle von Hepatitis-B-Viren (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/31373'>Hepatitisvirus B<\/A>) wird das Risiko einer Infektion auf 1:530 000, bei Hepatitis-C-Viren auf 1:120 000 gesch&#228;tzt. Es wird zudem diskutiert, die bislang nur vor Transfusionen bei Neugeborenen und Patienten mit Immunschw&#228;che durchgef&#252;hrte Filtration von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/39127'>Leukocyten<\/A> auf s&#228;mtliche Blutspenden anzuwenden, um das Auftreten fieberhafter Immunreaktionen zu minimieren. Das Risiko einer Ansteckung mit Viren, die speziell Leukocyten infizieren, vor allem das <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/22030'>Epstein-Barr-Virus<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/16564'>Cytomegalieviren<\/A>, w&#252;rde damit ebenfalls sinken. F&#252;r die theoretisch auch denkbare &#220;bertragung von Erregern des \"Rinderwahnsinns\" (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/10233'>Bovine Spongiforme Encephalopathie<\/A>) bzw. verwandter Krankheiten (z. B. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/15708'>Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung<\/A>) durch Bluttransfusionen gibt es bislang keine Hinweise. Die gr&#246;&#223;ten Risiken aber sind Transfusionszwischenf&#228;lle aufgrund der <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/34109'>Inkompatibilit&#228;t<\/A> von Blutgruppen, die nach Verwechslungen entweder bei der Bestimmung der Blutgruppe oder bei der Gabe der Blutkonserven auftreten. Die Wahrscheinlichkeit f&#252;r derartige Zwischenf&#228;lle wird auf 1:80 000&#8211;1:100 000 gesch&#228;tzt.<BR><\/BR><BR><\/BR><BR><\/BR>"}