{"title":"Plastizitt im Nervensystem: Abbildung II","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/neuro\/f2f778.jpg' WIDTH='681' HEIGHT='940'><br>\n<P><STRONG>Plastizit&#228;t im Nervensystem<\/STRONG><\/P>\n<P><STRONG>Abb. 2:<\/STRONG> Aussprossende Axone der Pyramidenbahn. <BR><\/BR><STRONG>A<\/STRONG> <I>Schematische Darstellung<\/I><BR><\/BR><STRONG>a<\/STRONG> intaktes Zentralnervensystem mit Pyramidenbahnen<BR><\/BR><STRONG>b<\/STRONG> Nach einer Verletzung des R&#252;ckenmarks oder einer Sch&#228;digung der Hirnrinde kann es zum Ausfall einer Pyramidenbahn kommen. Da jede Pyramidenbahn normalerweise eine H&#228;lfte des R&#252;ckenmarks innerviert, kommt es zur Denervation dieser R&#252;ckenmarksseite. Im jungen Zentralnervensystem k&#246;nnen nun die Fasern der verbliebenen Pyramidenbahn neue Kollateralen bilden, welche &#252;ber die Mittellinie wachsen und die denervierten Gebiete wieder innervieren (Kasten). <BR><\/BR><STRONG>B<\/STRONG> <I>Histologische Darstellung<\/I><BR><\/BR>Hier wurden nach einer L&#228;sion der Pyramidenbahn einer Seite die Fasern der verbliebenen Pyramidenbahn mit einem Tracer markiert (Pyr, dunkle Markierung). Einige Fasern, die normalerweise nur die ipsilaterale Seite des R&#252;ckenmarks <I>(ipsi)<\/I> innervieren, bilden neue Kollateralen <I>(Pfeile)<\/I>, die im rechten Winkel abgehen, &#252;ber die Mittellinie hinweg wachsen und die denervierte Seite <I>(contra)<\/I> re-innervieren.<\/P>"}