Lexikon der Ernährung

Sarcocystis: Tab. Die beiden humanpathogenen S.-Arten.

Sarcocystis hominis, Syn. Sarcocystis bovihominis

Wird im Allgemeinen als weniger pathogen im Vergleich zu S. suihominis beschrieben. Für S. h. fungieren Rinder als Zwischenwirte, in denen die ungeschlechtliche Entwicklung stattfindet, während der geschlechtliche Vermehrungszyklus im Menschen als Endwirt abläuft.

Sarcocystis suihominis

Stark pathogener Erreger der Sarcocystiose. Die Benennung erfolgt nach der Kombination von Zwischen- und Endwirten. Ungeschlechtliche Vermehrungsstadien (Merozoiten) treten in Endothelzellen der Leber und anderer Organe, später in Cysten vorwiegend in der Zunge, Kaumuskulatur und Zwerchfell des Schweines (Zwischenwirt) auf, während die geschlechtlichen Stadien im Dünndarm des Menschen (Endwirt) zu finden sind. Die bereits sporulierten Oocysten werden dann über einen Zeitraum von mehreren Monaten mit dem Stuhl ausgeschieden.

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