Lexikon der Neurowissenschaft

Rauschpilze

Der Gebrauch halluzinogener Pilze bei Indianern wurde bereits im 16. Jh. von spanischen Schriftstellern berichtet. Nach mexikanischen Geschichtsschreibern (1829 und 1882) verwendeten Azteken und Mazateken in Mittel- und Südamerika bei rituellen Zeremonien Pilze, um sich in rauschartige Zustände zu versetzen. Erst 1953 konnte bestätigt werden, daß die Indianer Pilze als Rauschmittel nutzen. Von größter Bedeutung sind die mexikanischen "Zauberpilze", von den Eingeborenen Teonanacatl genannt; hauptsächlich Kahlköpfe (Psilocybe), auch Samthäubchen (Conocybe) und Düngerlinge (Panaeolus).

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