{"title":"Renin-Angiotensin-Aldosteron-System: Zusatzinfo I","body":"<STRONG>Renin-Angiotensin-Aldosteron-System<\/STRONG>\n<P>Granulierte Zellen des sogenannten juxtaglomerul&#228;ren Apparates der Niere produzieren (und speichern) auf Reize, wie Vasokonstriktion der afferenten Arteriolen bei Druckabfall im Gef&#228;&#223; oder &#196;nderung der Ionenkonzentration im distalen Tubulus, <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/10924'>Renin<\/A>. Dieses wandelt enzymatisch das in der Leber gebildete <I>Angiotensinogen<\/I> in das dekapeptidische <I>Angiotensin I<\/I> um, das durch partielle Proteolyse im Plasma in das Oktapeptid <I>Angiotensin II<\/I> &#252;berf&#252;hrt wird. &#220;ber diese Wirkkette kommt es zu einer vermehrten Produktion von <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/378'><I>Aldosteron<\/I><\/A> aus der Nebennierenrinde und damit zu einem gesteigerten Ionentransport (vor allem Na<SUP>+<\/SUP>) aus dem Nierentubulus, der &#252;ber osmotischen Wassernachstrom das extrazellul&#228;re Fl&#252;ssigkeitsvolumen erh&#246;ht. Angiotensin II wirkt ferner direkt auf bestimmte <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/4081'>Gehirn<\/A>-Areale ein und f&#246;rdert die Aussch&#252;ttung von <A href='\/abo\/lexikon\/neuro\/13530'>Vasopressin<\/A>. Vermehrte Reninbildung und -sekretion tritt bei verminderter Nierendurchblutung auf.<\/P>"}