Lexikon der Neurowissenschaft

Rezeptoren

Bei den membranständigen Zelloberflächen-Rezeptoren unterscheidet man zwischen Ionenkanal-gekoppelten, katalytischen und G-Protein-gekoppelten Rezeptoren. Ionenkanal-gekoppelte Rezeptoren (Rezeptor-Kanal-Komplex) sind Neurotransmitter-abhängige Ionenkanäle, die sich in aktivierter Form kurzfristig öffnen oder schließen. Durch G-Protein-gekoppelte Rezeptoren werden membrangebundene Enzyme oder auch Ionenkanäle über G-Proteine aktiviert oder inhibiert. Schließlich wirken katalytische Rezeptoren entweder selbst enzymatisch oder sind sehr oft mit Proteinkinasen assoziiert, wodurch in der Zielzelle Proteine phosphoryliert werden. - Steroidhormone, Thyreoidhormone, Retinoide und Vitamin D diffundieren als kleine hydrophobe Moleküle durch die Plasmamembran der entsprechenden Zielzellen und binden an intrazelluläre Rezeptoren, wodurch der entsprechende Rezeptor aktiviert und im Zellkern die Transkription bestimmter Gene reguliert wird. Lösliche Gase, wie z.B. Stickoxid, diffundieren ebenfalls durch die Plasmamembran der Zielzelle und aktivieren meist die Guanylatcyclase, die den sekundären Botenstoff cGMP bildet.

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